Die englische Universität Kent hat überschwänglich auf die Verleihung des Literaturnobelpreises für ihren früheren Professor Abdulrazak Gurnah reagiert.
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Abdulrazak Gurnah. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • «Wir sind absolut begeistert, dass unserem ehemaligen Dozenten Abdulrazak Gurnah der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde - das ist wirklich inspirierend», twitterte die Hochschule mit Sitz im südostenglischen Canterbury am Donnerstag.

Gurnah wurde 1948 auf der Insel Sansibar geboren, die zur früheren britischen Kolonie Tansania gehört, und kam Ende der 60er Jahre als Flüchtling nach Grossbritannien. Bis zu seiner kürzlich erfolgten Pensionierung lehrte er als Professor für englische und postkoloniale Literatur an der Universität Kent.

Universitätsvizekanzlerin Karen Cox gratulierte Gurnah. «Abdulrazak ist eine grosse Inspiration für uns alle - als Dozent, als Alumnus und als solch eine kraftvolle Stimme in postkolonialer Literatur», sagte Cox. Seine Erzählungen hätten weltweit Millionen Menschen berührt und ein Licht geworfen auf menschliche Erfahrungen, die oft ignoriert würden. «Wir könnten nicht stolzer über seinen Erfolg sein.»

Der Chef des Instituts Kent's School of English, Bashir Abu-Manneh, lobte: «Niemand, der heute schreibt, hat die Schmerzen des Exils und die Belohnungen der Zugehörigkeit so gut artikuliert.» Gurnahs Kampf sei der um individuelle Stimmen und Gerechtigkeit, um sich in einer stetig verändernden Welt zu Hause zu fühlen. «Canterbury und Kent sind sowohl sein Exil als auch seine Heimat.»

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