Emmanuel Macron

    Ex-Autoboss Carlos Ghosn bekam Post von Emmanuel Macron

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    Libanon,

    Der ehemalige Autoboss Carlos Ghosn hat eigenen Angaben zufolge im November ein Schreiben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron erhalten.

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    Carlos Ghosn bekam eigenen Angaben zufolge ein Schreiben von Emmanuel Macron. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ghosn bekam im November ein Schreiben von Macron, wie er in einem Interview sagt.
    • Was im Schreiben, das ihm von Nicolas Sarkozy überreicht wurde, stand, sagte er nicht.
    • Zudem wies Ghosn die Annahme zurück, dass er mit Macron ein gespanntes Verhältnis habe.

    Der einst mächtige Autoboss Carlos Ghosn (65) hat nach eigenen Angaben in Japan Post von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron erhalten.

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    Der französische Präsident Emmanuel Macron soll Ghosn ein Schreiben zukommen haben lassen. - Keystone

    Das Schreiben sei ihm im November von Macrons Vorvorgänger Nicolas Sarkozy überbracht worden, sagte Ghosn der französischen Wochenzeitschrift «Paris Match». Angaben zum Inhalt machte der frühere Renault-Chef nicht. Der französische Staat hält an Renault 15 Prozent der Anteile.

    Ghosn flüchtete nach Beirut

    Carlos Ghosn gab das Interview in Beirut. Dorthin war er Ende Dezember unter bisher nicht ganz geklärten Umständen aus Japan geflüchtet.

    Der frühere Topmanager und Architekt des Autobündnisses mit Nissan war am 19. November 2018 in Tokio unter anderem wegen Verstosses gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden.

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    Carlos Ghosn wurde in Japan festgenommen und angeklagt. - Keystone

    Im April 2019 wurde er unter strengen Auflagen auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. Er hatte die Vorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

    Kein gespanntes Verhältnis mit Macron

    Ghosn wies im Interview die Annahme zurück, er habe ein gespanntes Verhältnis zu Macron. Er räumte aber Meinungsverschiedenheiten ein – «ein Unternehmenschef ist kein Ja-Sager».

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    Der damalige Renault-Chef Carlos Ghosn posiert für ein Foto mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Renault-Mitarbeitern im November 2018. - Keystone

    Macron hatte sich im Skandal um Ghosn im vergangenen Juni bei einem Japan-Besuch merklich zurückgehalten. Als Präsident könne er sich nicht öffentlich in einen Rechtsfall einmischen, hatte er gesagt.

    Carlos Ghosn: «War ein Low-Cost-Chef»

    Auf eine Frage des Blattes zu zweifelhaften Zahlungen eines Renault-Gemeinschaftsunternehmens mit Nissan mit Sitz im Amsterdam sagte Ghosn: Er sei nicht aufgefordert worden, Kosten für Flugreisen oder Schenkungen an Universitäten zu rechtfertigen.

    Er sei damals für die französisch-japanische Autoallianz von Renault, Nissan und Mitsubishi und beteiligte Unternehmen verantwortlich gewesen.

    «Heute sind vier Menschen nötig, um mich zu ersetzen. Addieren Sie ihre Gehälter, die ihrer Mitarbeiter, ihre Reisen, ihre Kosten: Sie werden sehen, dass ich in Wirklichkeit ein Low-Cost-Chef war!» Anwälte von Ghosn in Japan teilten mit, dass sie mit der Verteidigung aufhörten.

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