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EU-Chefdiplomatin schliesst Militäreinsatz vor Irans Küste aus

Vor bald zwei Wochen griffen die USA und Israel den Iran an, der grossflächig zurückschlug. Die für den Öl-Handel wichtige Strasse von Hormus ist blockiert.

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Dieses von «Al Jazeera» verifizierte Video zeigt, wie eine Drohne beim Flughafen von Dubai einschlägt und ein Feuer ausbricht. - X@WarMonitors

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran und Libanon an.
  • Der Iran schlägt zurück und bombardiert auch die Golfstaaten.
  • Wegen der Eskalation im Nahen Osten sind die Benzin-Preise stark angestiegen.

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu: Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran reagiert Teheran mit Gegenschlägen und Drohungen gegen Schifffahrt und Militärbasen in der Region. Besonders die Seeschlacht um die wichtige Handelsroute, die «Strasse von Hormus», verschärft sich.

Weltweit machen sich Regierungen derweil vor allem besonders um den weiterhin hohen Ölpreis grosse Sorgen. US-Präsident Donald Trump hat schon mehrfach versucht, einen Einfluss darauf zu nehmen und ein baldiges Kriegsende erwähnt, doch konkrete politische Ziele der USA bleiben unklar.

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Gleichzeitig verstärken die Vereinigten Staaten ihre militärische Präsenz in der Region: Das Pentagon hat zusätzliche Kriegsschiffe sowie rund 5000 Marineinfanteristen in den Nahen Osten entsandt.

Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung:

EU setzt neue Iran-Sanktionen in Kraft

19.51: Die EU hat neue Sanktionen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im Iran verhängt. Betroffen sind 16 Personen und 3 Einrichtungen, wie aus einem Beschluss der Aussenminister der Mitgliedstaaten hervorgeht.

Protest
Im Januar kam es in Teheran zu heftigen Protesten. (Im Bild: Demonstrierende am 9. Januar 2026) - keystone

Ihnen wird vorgeworfen, eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Strassenproteste im Januar gespielt zu haben. Schätzungen zufolge wurden mehr als 17.000 Menschen getötet.

Zu den Sanktionierten zählen der stellvertretende iranische Innenminister für Sicherheits- und Strafverfolgungsangelegenheiten, verschiedene Kommandeure lokaler Einheiten der Revolutionsgarden (IRGC) sowie der Leiter der sogenannten Cyberpolizei von Teheran.

Libanon meldet mehr als eine Million Vertriebene

19.39: Im Libanon sind durch die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden.

Bisher seien rund 1.050.000 Vertriebene registriert worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. Rund 130.000 Personen seien in Notunterkünften untergekommen.

EU schliesst Militäreinsatz vor Irans Küste aus

19.18: Die EU wird sich vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Strasse von Hormus beteiligen.

Kallas
EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas. - keystone

«Niemand will sich aktiv in diesen Krieg hineinziehen lassen», sagte EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas am Abend nach Beratungen der Aussenminister der Mitgliedstaaten in Brüssel mit Blick auf die israelischen und amerikanischen Angriffe gegen den Iran. «Das ist nicht unser Krieg.»

Laridschani bekräftigt Irans Widerstandskurs

17.37: Der iranische Spitzenfunktionär Ali Laridschani hat angekündigt, dass Teheran seinen Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen will.

Ali Laridschani
Ali Laridschani. - keystone

In einem Schreiben an Muslime weltweit und an islamische Staaten erklärte er, der Iran verfolge weiterhin seinen «Weg des Widerstands gegen den grossen und den kleinen Satan».

DEZA verstärkt humanitäre Nothilfe im Nahen Osten

17.05: Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten hat gravierende Auswirkungen auf die Bevölkerung in Libanon, Syrien und Iran.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) stellt deshalb ein humanitäres Unterstützungspaket von insgesamt 6,5 Millionen Franken bereit, das den Libanon in den Mittelpunkt stellt und eine regionale Komponente für Syrien umfasst. Auch für den Iran gibt die DEZA Soforthilfe frei.

Im Iran sind Zehntausende Wohnungen und Geschäfte beschädigt

14.21: Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Regierungsangaben mehr als 61.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden.

Allein in der Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran seien Schäden an 18.180 Wohnungen und Geschäftseinheiten entstanden, sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani bei einer Pressekonferenz.

EU schickt über 450 Millionen Euro Hilfe in den Nahen Osten

14.14: Die Europäische Union gibt mehr als 450 Millionen Euro (406 Millionen Franken) für humanitäre Hilfe im Nahen Osten. Sie soll Menschen in Jordanien, Syrien, Ägypten, im Libanon und in den Palästinensischen Gebieten helfen, wie die Europäische Kommission mitteilte.

Europa müsse weiter zu den Menschen in Krisengebieten halten, teilte die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, mit. «Wir werden weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, solange sie benötigt wird.»

EU
Die Europäische Union gibt mehr als 450 Millionen Euro (406 Millionen Franken) für humanitäre Hilfe im Nahen Osten aus. - keystone

Nach dem Plan der Kommission sollen 210 Millionen Euro nach Syrien gehen. Mehr als 16 Millionen Menschen seien dort ein Jahr nach dem Sturz des Langzeitmachthabers Baschar al-Assad noch auf Unterstützung angewiesen.

In die Palästinensischen Gebiete sollen 124 Millionen Euro fliessen und in den Libanon etwa 100 Millionen. Die Gelder werden zum Beispiel für Lebensmittel, die medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildungsangebote für Kinder verwendet.

Angesichts des Kriegs im Iran unterstützt die EU auch Flüge, die in der Region gestrandete Bürgerinnen und Bürger nach Europa bringen. In den vergangenen Wochen sind so mehr als 11.000 Menschen zurückgeholt worden.

Luftschlag im Iran trifft Gebäude der Stromwerke – mehrere Tote

13.01: Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran ist iranischen Angaben zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert worden. Das Verwaltungsgebäude im Stadtteil Schohada sei getroffen worden, berichtete das staatliche TV-Netzwerk SNN.

Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben. Eine genaue Opferzahl nannte der Bericht nicht. Durch die Druckwelle der Explosion seien auch Gebäude in unmittelbarer Nähe beschädigt worden. Splitter hätten Passanten in den Tod gerissen und verletzt.

Sicherung der Strasse von Hormus laut britischem Premier keine Nato-Mission

12.46: Der britische Premierminister Keir Starmer sieht die Sicherung der Strasse von Hormus entgegen der Forderung von US-Präsident Donald Trump nicht als Aufgabe der Nato.

«Das wird keine Nato-Mission sein und war auch nie als eine solche vorgesehen», sagte Starmer am Vormittag in London. Zuständig sein müsse eine Allianz von Partnern in Europa, am Golf und mit den USA.

Keir Starmer
Keir Starmer, Premierminister von Grossbritannien. - keystone

Trump hatte die Nato-Verbündeten zuvor zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel aufgefordert.

Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump der «Financial Times».

Grossbritannien arbeite mit anderen Ländern, auch in Europa, daran, einen tragfähigen, gemeinsamen Plan zu Öffnung der Meerenge zu entwickeln, sagte Starmer.

Die Strasse von Hormus sei von kritischer Bedeutung für die Wirtschaft. Die Schifffahrt in der Region müsse schnell wieder ermöglicht werden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern.

«Es ist keine einfache Aufgabe», sagte Starmer, der von einem Telefonat mit dem US-Präsidenten am Sonntag berichtete. Der britische Premier betonte, Grossbritannien werde sich nicht in einen grösseren Krieg hineinziehen lassen.

Es würden aber alle nötigen Massnahmen getroffen, «um uns und unsere Verbündeten zu verteidigen», sagte Starmer.

Iran warnt vor «Angriffen unter falscher Flagge»

12.36: Der Iran hat im Krieg vor militärischen Täuschungsmanövern durch Israel und die USA gewarnt.

«Unsere Streitkräfte erklären mutig und ehrenhaft jedes Ziel, das sie angreifen», sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz, wie sein Aussenministerium mitteilte.

Seinen Worten nach ist es denkbar, dass die USA oder Israel «Angriffe unter falscher Flagge» ausführten. Als Beispiel nannte Baghai einen Drohnenangriff im Golfstaat Oman. Die US-Streitkräfte hätten eine mit Sprengstoff beladene Kamikazedrohne nachgebaut, sagte der Sprecher.

Er äusserte die Sorge, dass etwaige Angriffe auch auf Ziele im US-Festland fälschlicherweise dem Iran zugeschrieben werden könnten. Die US-Bundespolizei FBI hatte vor wenigen Tagen vor derartigen Angriffen in Kalifornien gewarnt, wie der Sender ABC News berichtete.

Berlin erteilt Nato-Einsatz vor Irans Küste klare Absage

12.18: Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hat den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Nato-Einsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel eine klare Absage erteilt.

Er sehe nicht, dass die Nato für die Strasse von Hormus zuständig werden könne, sagte Wadephul am Rande eines EU-Aussenministertreffens in Brüssel. Im Fall einer Zuständigkeit würden sich die Nato-Gremien damit entsprechend befassen.

Johann Wadephul
Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul. - keystone

Zum politischen Kurs der Regierung von Kanzler Friedrich Merz sagte Wadephul, er wolle sich im Kreis der EU-Aussenminister für Sanktionen gegen diejenigen einsetzen, die für die Blockade der Strasse von Hormus verantwortlich seien.

Damit könne man den Partnern am Persischen Golf ein klares Signal der Unterstützung geben. Die Sanktionen könnten nach Angaben von Diplomaten zum Beispiel Akteure aus dem iranischen Sicherheitsapparat treffen.

Lage nach Drohnenangriff in Zypern hat sich laut Energieminister normalisiert

11.41: Nach dem Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat sich die Lage nach Angaben der Regierung der Inselrepublik wieder normalisiert.

Alle informellen Ministertreffen der Europäischen Union sollen zwischen April und Juni wie geplant auf der Mittelmeerinsel stattfinden, sagte Energieminister Michalis Damianos im zyprischen Rundfunk (RIK).

Zypern, das derzeit den rotierenden EU-Ratsvorsitz innehat, hatte nach dem Angriff Anfang März zunächst alle für diesen Monat vorgesehenen Treffen ins Internet verlegt oder verschoben.

«Die Dinge sind wieder völlig normal. Alle Aktivitäten, die zwischen April und Juni in Zypern stattfinden sollen, werden ganz normal abgehalten», sagte der zyprische Energieminister.

Militärstützpunkt
Ein britischer Luftwaffenstützpunkt auf Zypern wurde von einem Drohnenangriff, wohl von der Hisbollah-Miliz, getroffen. - keystone

Nach Angaben zyprischer Behörden war der Angriff mit einer iranischen Shahed-Drohne in der Nacht zum 2. März ausgeführt worden. Sie sei vermutlich von der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz aus dem Libanon gestartet worden.

Dem Verteidigungsbündnis Nato gehört Zypern bisher nicht an. Das Land ist geteilt; der Norden steht seit Jahrzehnten unter Kontrolle der Türkei, die Nato-Mitglied ist.

Mit Iran verbündete Miliz soll sechs US-Soldaten im Irak getötet haben

11.20: Eine mit dem Iran verbündete Miliz hat nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt im Irak angegriffen und dabei sechs US-Soldaten getötet.

Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden, teilte die Miliz Saraja Aulija al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall.

US-Soldat
Nach eigenen Angaben einer mit dem Iran verbündeten Miliz sind sechs Soldaten eines US-Militärstützpunkts im Irak ums Leben gekommen. - keystone

Das Medienbüro der irakischen Streitkräfte erklärte, es habe am Abend Angriffe mit fünf Raketen auf die Gegend rund um den Flughafen gegeben. Mehrere Sicherheitskräfte, Flughafenmitarbeiter und ein Ingenieur seien verletzt worden.

Einige der Raketen seien auf dem Flughafengelände niedergegangen.

Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak auf sich aufmerksam macht.

Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele vom Iran unterstützt werden und die im Irak grossen Einfluss haben.

Israelischer Minister: Eskalation im Iran-Krieg möglich

10.56: Der israelische Sport- und Kulturminister Miki Zohar hält eine baldige Zuspitzung des Iran-Kriegs für möglich.

«Wir wissen, dass es in den kommenden Tagen zu einer Eskalation kommen könnte», sagte er dem israelischen Radiosender 103FM. «Der gesamte Staat Israel, wir alle müssen in den kommenden Tagen besser vorbereitet sein.»

Die Lage sei dynamisch, sagte der Politiker mit Blick auf den Krieg im Iran sowie mit der Hisbollah in Israels nördlichen Nachbarland Libanon.

Einzelheiten zu einer möglichen Eskalation der Situation nannte er nicht. Zohar ist – wie auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu – Mitglied der rechtskonservativen Regierungspartei Likud.

Weiter sagte er, dass der Krieg noch viele Wochen dauern könne. Auch der israelische Militärsprecher Effie Defrin hatte zuletzt gesagt, die Armee plane den Krieg noch mindestens drei Wochen fortzusetzen.

In einem Interview des US-Senders CNN erklärte er, Israels Militär habe zudem «weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus».

Iranische Medien melden Explosionen in Teheran

10.51: Iranische Medien haben eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran gemeldet. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.

Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole.

Teheran
Irans Hauptstadt Teheran erlebt eine neuerliche Angriffswelle. (Archivbild) - keystone

Das Ziel der neuen Angriffe war zunächst unklar. Die Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach aussen.

Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke.

Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger

09.45: Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll.

«Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen», hiess es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.

iran krieg Ali Chamenei
Ali Chamenei bei einem Auftritt in Teheran am 17. Februar 2026, elf Tage vor seinem Tod. - keystone

Irans oberster Führer Chamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland.

Chamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert

Ölpreis steigt auf knapp 105 US-Dollar

09.24: Die Ölpreise steigen weiter – und ein Ende des Iran-Krieges ist nicht in Sicht. Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai 104,61 US-Dollar bezahlt und damit etwa anderthalb Prozent mehr als am Freitag.

Das Hoch lag vor einer Woche bei knapp 120 Dollar. Zum Vergleich: Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran lag der Preis Ende Februar nur bei rund 73 Dollar.

Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump von Nato-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus am Persischen Golf gefordert.

Der Schiffsverkehr in der für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Meerenge ist wegen des Kriegs stark beeinträchtigt.

Ölpreise
Die Ölpreise steigen seit Beginn des Iran-Krieges un­auf­hör­lich. - keystone

Die Freigabe von Ölreserven durch führende Industriestaaten konnte die Ölpreise zuletzt nicht bremsen. Am Wochenende hatte die Internationale Energieagentur (IEA) Details zur Freigabe von strategischen Reserven bekanntgegeben. Demnach sind die freigegebenen Ölreserven in Asien umgehend verfügbar.

Hier warten Käufer dringend auf Ersatz von Lieferungen, die derzeit durch die Strasse von Hormus blockiert sind. Die Erklärung der IEA erfolgte, nachdem in der vergangenen Woche die Freigabe von Reserven in einem Rekordvolumen 400 Millionen Barrel gemeldet wurde.

«Dies führt zu einem beispiellosen zusätzlichen Ölangebot auf dem Markt ab dem 16. März», kommentierte IEA-Direktor Fatih Birol in einem Beitrag auf der Online-Plattform X.

Seiner Einschätzung nach ist die Öffnung der Strasse von Hormus «unerlässlich für eine Rückkehr zu stabilen Lieferströmen».

Saudi-Arabien fängt über 60 Drohnen ab

08.55: Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen.

Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die grössten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit dem Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden.

Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes «verdächtige Aktivitäten am Himmel» melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.

öl
Die Ölfelder im Osten Saudi-Arabiens wurden bereits mehrfach Ziel von iranischen Angriffen. (Archivbild) - dpa

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen erneut unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von «Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus dem Iran».

Der Iran hat die Emirate im Krieg bisher besonders stark angegriffen. Die Flugabwehr reagierte dort bisher auf Beschuss mit rund 300 Raketen, 1600 Drohnen und 15 Marschflugkörpern.

Die Angriffe in den Emiraten haben eine ähnliche Intensität wie Irans Angriffe in Israel.

Zürich-Flug muss wegen Treibstofflager-Brand umkehren

08.27: Zahlreiche Maschinen mussten Warteschleifen fliegen oder wurden umgeleitet. Betroffen waren auch Flüge der Fluggesellschaft Emirates aus der Schweiz.

Der Flug EK84 aus Genf kreiste rund 80 Minuten südlich und südöstlich von Dubai, bevor die Boeing 777 zum Al Maktoum International Airport (DWC) umgeleitet wurde.

Auch der Flug EK86 aus Zürich war betroffen. Der Airbus A380 war um 22.27 Uhr gestartet und befand sich bereits bei Medina, als der Flughafen in Dubai schloss.

Flug EK86, der 22.27 Uhr am Flughafen Zürich gestartet war, drehte nach gut vier Stunden um. - Flightradar24

Nach etwa vier Stunden Flug entschied sich die Cockpitcrew zur Umkehr. Laut Daten von Flightradar24 kehrte die Maschine nach Europa zurück und landete nach rund 9 Stunden und 37 Minuten wieder in Zürich.

Weitere Flüge wurden zu Flughäfen in Maskat, Karachi, Kairo oder Abu Dhabi umgeleitet.

Am Morgen wurde der Flugverkehr in Dubai schrittweise wieder aufgenommen. Erste Maschinen landeten gegen 7.30 Uhr Schweizer Zeit wieder am Flughafen.

Emirates betreibt derzeit auf der Strecke Dubai–Zürich einen statt zwei tägliche Flüge.

Schule bei Luftangriff im Zentraliran zerstört

08.15: Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden.

Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur «Mehr» unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.

Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

Luftangriff
Bei einem Luftangriff in der zentraliranischen Kleinstadt Chomein ist eine Schule zerstört worden. (Symbolbild) - Keystone

Der Gouverneur in Markasi sprach von einem Angriff des «zionistisch-amerikanischen Regimes». Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden.

Bereits am Sonntag hatten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über Angriffe in Chomein berichtet. Dort sei eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert worden, berichtete der bekannte Netzaktivist «Vahid» unter Berufung auf lokale Bewohner.

Seit Kriegsbeginn wurden im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 21.000 zivile Einrichtungen zerstört oder beschädigt. Insgesamt seien 69 Schulen angegriffen worden, sagte der Leiter der Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, am Donnerstag.

Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln

07.39: Der Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln.

«Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden», hiess es in einer Regierungserklärung.

Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.

Iran
Eine amerikanische Rakete soll neben einer Mädchenschule im Iran eingeschlagen sein. - CNN / Screenshot

Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen.

Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor.

Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

Israels Armee bestätigt «begrenzte» Bodeneinsätze im Libanon

07.33: Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen.

Ziel seien in der Gegend aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien «Teil umfassenderer Verteidigungsmassnahmen», um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen.

Hisbollah hamas
Israels Armee meldet «begrenzte und gezielte» Einsätze im Süden des Libanon. Ziel seien Kämpfer und Infrastruktur der Hisbollah. (Archivbild). - keystone

Die «Times of Israel» hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage.

Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

Im Libanon herrscht die Sorge vor einer grösseren Bodenoffensive Israels in dem Land. Nach Darstellung des Nachrichtenportals «Axios» will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.

Dubai leitet Flüge nach Drohnenvorfall um

05.20: Der Flughafen in Dubai hat nach dem durch einen Drohnenangriff verursachten Brand in der Nähe des Flughafens, die Umleitung einiger Flüge angekündigt.

Australien wird keine Kriegsschiffe in die Strasse von Hormus entsenden

05.00: Australiens Verkehrsministerin Catherine King äusserte sich in einem Interview mit «ABC Radio», nachdem Trump um Hilfe gebeten hatte, die Wasserstrasse offen zu halten. Zuvor hatte auch schon Japan die Entsendung von Kriegsschiffen in die Region ausgeschlossen.

Polizei in Dubai sperrt die Flughafenstrasse und den Flughafentunnel

04.36: Die Polizei von Dubai hat vorübergehende Strassensperrungen auf der Airport Road und im Flughafentunnel angekündigt und fordert die Autofahrer auf, während der laufenden Notfallmassnahmen alternative Routen zu nutzen.

Flugbetrieb in Dubai vorübergehend ausgesetzt

03.15: Nach dem Einschlag einer Drohne bei einem der Treibstofftanks in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai gibt das Medienbüro von Duabi bekannt, dass der Brand erfolgreich eingedämmt wurde. «Es wurden keine Verletzungen gemeldet», hiess es weiter.

Die Zivilluftfahrtbehörde von Dubai erklärte ihrerseits, sie setze den Flugbetrieb am Flughafen vorübergehend aus: «als Vorsichtsmassnahme, um die Sicherheit aller Passagiere und Mitarbeiter zu gewährleisten».

Trump sagt, die USA würden Irans Drohnenfabriken «angreifen»

03.12: US-Medien berichten über weitere Aussagen von Trump, die er zuvor im Gespräch mit Reportern an Bord der Air Force One gemacht hatte. Demnach meinte er etwa, die USA würden Orte «angreifen», an denen der Iran Drohnen baue, die für Angriffe gegen die USA und Israel eingesetzt würden.

«Der Iran verfügt nur noch über sehr geringe Feuerkraft. Wir haben seine Produktionskapazitäten dezimiert», sagte er. Und weiter: «Ebenso stark ist die Zahl der Drohnen zurückgegangen, auf etwa 20 Prozent des ursprünglichen Bestands. Seit gestern greifen wir die Produktionsstätten an.»

Trump verschärft Druck auf US-Medien wegen Iran-Berichten

03.00: Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Iran-Krieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten – «in enger Abstimmung» mit dem Iran.

Der Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und «die linksradikale Presse weiss das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN», schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser «korrupten und hochgradig unpatriotischen «Nachrichten»-Organisationen» nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.

Trump sagt, der Iran wolle «schlecht verhandeln»

02.50: Der US-Präsident hat an Bord der Air Force One mit Reportern gesprochen. Er behauptete erneut, der Iran wolle «schlecht verhandeln», er glaube aber nicht, dass er «bereit sei, das zu tun, was er tun müsse».

Und weiter: «Ich denke, sie werden irgendwann verhandeln. Wir stehen in Bezug auf die gesamte Situation im Iran sehr gut da». Trump sagte ausserdem, er führe Gespräche mit «anderen Ländern» über die «Überwachung» der Strasse von Hormus angesichts der anhaltenden Drohungen mit Vergeltungsschlägen aus dem Iran.

Saudi-Arabien fängt Dutzende Drohnen ab

02.30: Das saudische Verteidigungsministerium gab bekannt, in den vergangenen anderthalb Stunden 37 Drohnen im Osten des Landes abgefangen zu haben. Es wurde nicht angegeben, von wo aus die Drohnen gestartet wurden.

Der iranische Botschafter in Saudi-Arabien, Alireza Enayati, sagte der Nachrichtenagentur Reuters zuvor, dass Teheran nicht hinter den jüngsten Angriffen auf die saudische Ölinfrastruktur stecke, darunter die Raffinerie Ras Tanura an der Ostküste und mehrere versuchte Drohnenangriffe auf das Ölfeld Shaybah nahe der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten.

«Der Iran ist nicht für diese Angriffe verantwortlich, und wenn der Iran sie verübt hätte, hätte er dies bekannt gegeben», sagte er.

Drohne beschädigt Treibstofflager – Brand am Flughafen Dubai

01.55: Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens beschädigt worden und in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte bemühten sich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, erklärten die Behörden des Emirats auf der Plattform X.

Es würden alle notwendigen Massnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmass des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.

Daten der Webseite «Flightradar» liessen darauf schliessen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.

Macron: Irans Angriffe auf Nachbarn müssen aufhören

23.52: Macron hat an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian appelliert, dass Angriffe auf Länder in der Region sofort aufhören müssen. «Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die der Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak -, unverzüglich einzustellen», schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der Plattform X.

Macron
Macron will Schiffe in der Strasse von Hormus schützen. - keystone

Er warnte Peseschkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschliesslich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.

Irans Präsident spricht mit Macron über Strasse von Hormus

22.05: Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Strasse von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht.

Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt. Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung «einiger europäischer Länder» und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen.

Präsident Massud Peseschkian
Irans Präsident Massud Peseschkian sagte im Gespräch mit Macron: «Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen.» - keystone

Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. «Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen», sagte er.

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