Schweizer Börse

Spitalimmobilien-Firma Infracore plant Gang an die Schweizer Börse

Keystone-SDA
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Fribourg,

Der Spitalimmobilien-Spezialist Infracore strebt an die Schweizer Börse. Je nach Marktbedingungen soll der Börsengang (IPO) an der SIX in den kommenden Wochen erfolgen. Dabei will Aevis Victoria als strategischer Investor an Bord bleiben.

Infracore
Infracore will den Gang an die Schweizer Börse wagen. - keystone

Beim IPO wird ein Bruttoerlös von rund 200 Millionen Franken angepeilt. Der Nettoerlös soll vor allem zur Finanzierung der Sale-and-Leaseback-Pipeline sowie zur Rückzahlung eines Aktionärsdarlehens in Höhe von rund 55,1 Millionen Franken genutzt werden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag hiess.

Den verbleibenden Erlös will die Gruppe zur Finanzierung der Entwicklungspipeline sowie zum Aufbau einer Kapitalstruktur verwenden, welche die Wachstumsstrategie unterstützt. Der Börsengang soll Infracore auch Zugang zu Kapitalmärkten ermöglichen, um Wachstumsinitiativen zu unterstützen und die Marktposition sowie die Bekanntheit der Gruppe zu stärken.

Infracore hält und bewirtschaftet ein Portfolio im Wert von rund 1,4 Milliarden Franken, bestehend aus 47 Liegenschaften an 19 Standorten in der Schweiz. Dabei stellt die Gesellschaft zwar die Infrastruktur für die medizinischen Dienstleistungen der Mieter, ist aber nicht am eigentlichen Betrieb beteiligt.

Die Mieterträge von Infracore beliefen sich 2025 auf 66,1 Millionen Franken. In den Immobilien lag die Leerstandsquote per Ende 2025 bei 1,3 Prozent. Zudem verfügt das Unternehmen über eine Entwicklungspipeline mit einem Potenzial von rund 42'000 Quadratmetern.

Mittelfristig plant das Unternehmen, mehr als 300 Millionen Franken für wachstumstreibende Zukäufe einzusetzen. Zudem sollen rund 20 Millionen Franken in weitere Renovations- und Instandhaltungen im Bestandsportfolio investiert werden.

Für den Börsengang gebe es bereits von zwei Investoren die feste Bereitschaft zum Erwerb von Aktien für eine garantierte Zuteilung in einem Gesamtbetrag von 75 bis 80 Millionen Franken, hiess es. So sollen Cohen & Steers UK Limited Anteile im Gesamtbetrag von 40 Millionen oder 35 Millionen je nach Bewertungsgrundlage erhalten. Die Swiss Finance & Property Group sei ebenfalls mit 40 Millionen dabei.

Das Angebot werde voraussichtlich den Verkauf von neu ausgegebenen Aktien im Rahmen einer ordentlichen Kapitalerhöhung umfassen. Allenfalls könnte auch der grösste Aktionär MPT Aktien anbieten. Hinzu komme eine marktübliche Mehrzuteilungsoption (Greenshoe). Die derzeit vom verkaufenden Aktionär MPT gehaltenen Partizipationsscheine sollen unmittelbar vor dem ersten Handelstag in Namenaktien umgewandelt werden.

Der geplante Börsengang stelle einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Infracore dar und stehe voll und ganz im Einklang mit der Strategie von Aevis, hiess es in einer eigenen Mitteilung der Beteiligungsgesellschaft. Infracore werde als langfristige, strategische Investition betrachtet, und so soll der gesamte Anteil an Infracore behalten werden.

Gemäss dem Geschäftsbericht für 2025 ist Aevis mit insgesamt 30 Prozent an Infracore beteiligt. Hauptaktionär ist das US-Unternehmen Medical Properties Trust (MPT) mit 70 Prozent.

Kommentare

User #2781 (nicht angemeldet)

Bei uns Kanton wurde Spital auch Privatisiert mit Begründung billiger fürs Volk--- Komisch es fliesen noch mehr Steuergelder wie zuvor---

User #3919 (nicht angemeldet)

Geld der Aktionäre juhe, Gesundheit der Menschen ade. Was für eine Kranke Welt ist es geworden. Wacht endlich mal auf wo die Reise hingeht.

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