Edward Snowden: Anwerbeversuch von russischem Geheimdienst abgelehnt

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    Russland,

    Der Whistleblower Edward Snowden habe nach eigenen Angaben einen Anwerbeversuch des russischen Geheimdienstes nach seiner Ankunft in Moskau ausgeschlagen.

    Edward Snowden
    Edward Snowden zeigt sich über die neusten Spionage-Enthüllungen besorgt. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Edward Snowden flüchtete 2013 nach Russland nachdem er geheime Dokumente veröffentlichte.
    • Nach seiner Ankunft soll er ein Angebot des russischen Geheimdienstes ausgeschlagen haben.
    • Diese Woche erschien die Autobiografie des ehemaligen US-Geheimdienst-Mitarbeiters.

    Der Whistleblower Edward Snowden hat nach eigenen Angaben einen Anwerbeversuch des russischen Geheimdiensts bei seiner Ankunft 2013 in Moskau ausgeschlagen. Der Geheimdienst FSB habe Snowden auf dem Airport Scheremetjewo zu einem Gespräch getroffen. Dies bestätigte Snowdens russischer Anwalt Anatoli Kutscherena der Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch.

    Der Amerikaner habe ihm später erzählt, dass ein FSB-Mitarbeiter ihm die Zusammenarbeit mit dem russischen Geheimdienst angeboten habe. Snowden habe abgelehnt.

    Diese Woche erschien Snowdens Autobiografie «Permanent Record». Darin beschrieb er ein Gespräch, «das sich mit «Komm zu uns und arbeite für uns» zusammenfassen lässt.» Eine der Fragen sei gewesen: «Gibt es vielleicht irgendeine Information, irgendeine Kleinigkeit, die Sie uns mitteilen könnten?».

    Diese Fragen kamen zusammen mit dem Hinweis, dass für jemanden in seiner Situation das Leben ohne Freunde schwer sein werde. Snowden entgegnete demnach: «Wir kommen schon zurecht.»

    Edward Snowden bekam Asyl in Russland

    Der russische Präsident Wladimir Putin war selbst einst FSB-Chef und liess Snowden Asyl gewähren. Aus diesem Grund gab es immer wieder Spekulationen um eine mögliche Zusammenarbeit Snowdens mit dem Geheimdienst in Moskau. Der frühere Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA wehrt sich seit langem gegen den Eindruck, er kooperiere mit den Russen. Er meidet in Moskau öffentliche Äusserungen, sprach zur Erscheinung des Buchs aber mit zahlreichen westlichen Medien.

    Der Ex-Geheimdienstler hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador. Er strandete aber am Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte. Snowden bekam Asyl in Russland, nach einer Verlängerung aktuell bis 2020.

    Dem US-Magazin «Wired» sagte Edward Snowden, er habe seit dem Gespräch am Flughafen keine weiteren Interaktionen mit russischen Geheimdiensten gehabt. Er habe auch keine NSA-Unterlagen nach Moskau mitgebracht. «Alles, was ich habe, ist in meinem Kopf - und ich war nicht bereit, es ihnen zu geben.»

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