Wegen Donald Trump: Tomaten sind massiv teurer - Amerikaner sauer
Tomaten kosten in den USA rund 40 Prozent mehr als vor einem Jahr. Schuld sind die Zölle von Donald Trump – und die Wut der Konsumenten wächst.

Das Wichtigste in Kürze
- Tomatenpreise sind in den USA rund 40 Prozent höher als im Vorjahr.
- Seit dem Rückzug aus einem Abkommen gibt es 17 Prozent Zölle auf mexikanische Tomaten.
- Eine Sandwichkette meldet 1,7 Millionen Dollar Mehrkosten pro Jahr – nur wegen des Gemüse.
Ob im Fast-Food-Burger, im gehobenen Restaurant oder im Ketchup – Tomaten gehören zur amerikanischen Küche wie kaum eine andere Zutat. Doch inzwischen sorgen sie nicht nur auf dem Teller für Gesprächsstoff.
Laut dem jüngsten US-Verbraucherpreisindex sind Tomaten rund 40 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Zum Vergleich: Kaffee verteuerte sich um 18,5 Prozent, gefrorener Fisch und Meeresfrüchte um 12 Prozent.
Die Gesamtinflation lag im April bei 3,8 Prozent – dem höchsten Wert seit knapp drei Jahren.
Die Zölle von Donald Trump sind der Preistreiber
Experten machen vor allem zwei Faktoren der Politik von Donald Trump für den massiven Preisanstieg verantwortlich: Den Konflikt mit dem Iran und die Zollpolitik.
Die USA haben sich aus einem Abkommen zurückgezogen, das zollfreie Tomateneinfuhren aus Mexiko ermöglichte – dem mit Abstand wichtigsten Lieferland.

Seither werden Importe mit 17 Prozent Zoll belegt. «Zölle sind unbestreitbar ein grosser Antreiber der Preisinflation», sagt Wirtschaftsprofessor Brett Massimino gegenüber verschiedenen US-Medien.
Amerikanische Tomatenbauern hatten den Rückzug aus dem Abkommen zunächst begrüsst – sie erhofften sich einen Schub für ihre schrumpfende Industrie. Für die Konsumenten hingegen war die Folge schmerzhaft.
1,7 Millionen Dollar – wegen einer Zutat
Besonders hart trifft es die Gastronomie. Die Sandwichkette «Snarf's Sandwiches» berichtet, dass der Preis einer Tomaten-Kiste innerhalb eines Jahres von 27 auf 93 Dollar gestiegen sei.
Chief Operating Officer Wayne Humphrey rechnet vor: «Diese einzige Zutat kostet uns jetzt mehr als 1,7 Millionen Dollar an zusätzlichen Ausgaben jährlich.»

Auch bei Normalverbrauchern ist die Empörung gross. In sozialen Netzwerken kursieren Videos aus Supermärkten, in denen Menschen über die Preise klagen. Manche kündigen an, sich wegen Donald Trump künftig einen eigenen Garten anzulegen.
















