Die Deutsche Telekom möchte die Fusion ihrer US-Tochter T-Mobile mit Sprint unter Dach und Fach bringen. Bis April soll der Zusammenschluss abgeschlossen sein.
T-mobile USA
Eine Filiale des Mobilfunkproviders T-Mobile USA am belebten Times Square in New York. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fusion von T-Mobile mit Sprint soll bis im April abgeschlossen werden.
  • Die Deutsche Telekom soll bei dem Megadeal etwas bessere Konditionen erhalten.

Die Deutsche Telekom will den Megadeal um den Zusammenschluss ihrer US-Tochter T-Mobile mit Sprint schnellstmöglich abschliessen. Nachdem ein Gericht grünes Licht gegeben hatte, begnügt sich der Konzern mit einigen Zugeständnissen des kleineren Partners Sprint.

Ein neues Abkommen sieht vor, dass die Deutsche Telekom 43 Prozent anstelle der zuvor vereinbarten 42 Prozent am Unternehmen erhält. T-Mobile-Aktionäre bekommen pro Anteilsschein nun 11 statt 9,75 Sprint-Aktien. Die Vereinbarung soll bis zum 1. April zum Abschluss gebracht werden.

Deutsche Telekom gibt sich mit höheren Anteilscheinen zufrieden

Der scheidende T-Mobile-Chef John Legere hatte bereits angekündigt, dass die Fusionsbedingungen nachverhandelt werden könnten. In den fast zwei Jahren seit der ursprünglichen Vereinbarung tat sich Sprint sehr schwer und büsste stark an Börsenwert ein.

John Legere
Deutsche Telekom: Der scheidende Chef John Legere von T-Mobile. - keystone

Den Deal komplett neu aufzuschnüren wäre jedoch aufwendig und langwierig gewesen, da die Aktionäre dann erneut hätten abstimmen müssen. Stattdessen begnügte sich die Deutsche Telekom letztlich mit einem etwas höheren Anteil. Dafür wird der japanische Sprint-Mehrheitseigner Softbank nun nur noch 24 statt 27 Prozent erhalten. 33 Prozent gehen währenddessen an freie Aktionäre, wie die Unternehmen mitteilten.

Fusion bereits im April 2018 vereinbart

Die dritt- und viertgrössten US-Mobilfunker hatten ihren Zusammenschluss eigentlich bereits im April 2018 vereinbart. Doch wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken war lange ungewiss, ob der Mega-Deal zustande kommt. Kritiker fürchten, dass die Fusion den Wettbewerb auf dem US-Telefonmarkt stark einschränkt und zu Jobverlusten und Preiserhöhungen führt. Vergangene Woche erst entschied sich ein wichtiger US-Kartellrechtsprozess zugunsten der Unternehmen, wodurch eine der letzten Hürden beseitigt wurde.

Die Fusion hat enorme Dimensionen. Laut früheren Angaben der fusionierenden Unternehmen ergäbe sich bei rund 127 Millionen Kunden ein Jahresumsatz von über 70 Milliarden Dollar.

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