Briten spotten über schneearme Skigebiete in Europa
Britische Touristen spotten über die schneearmen «Geister-Skigebiete» in Europa. Dank des schönen Wetters sind die Betreiber dennoch zufrieden.

Das Wichtigste in Kürze
- In europäischen Skigebieten mangelt es an Schnee, die Briten spotten.
- In der Schweiz sind viele Betreiber dennoch zufrieden – die Sonne rettet sie.
- Einige Gäste reisen bloss für die Gastronomie und die Sonnenstrahlen an.
Tausende Briten pilgern jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr nach Europa, um Ski zu fahren. Doch heuer gibt es vielerorts kaum Schnee. Die Briten spotten deswegen und sprechen von «Geister-Skigebieten».
In den sozialen Medien teilen sie Fotos von grünen Bergen, Wiesen unter den Liften und neben den Pisten. Und wenn Schnee liegt, sieht er schmutzig aus, vielerorts sind die Pisten eisig.
Eine Studie, die 2023 im Journal «Natura Climate Change» publiziert wurde, warnt: Die Hälfte der Skigebiete wird grossen Schneemangel haben, sollten die Temperaturen um zwei Grad über das vorindustrielle Niveau steigen. Dann wäre auch die künstliche Beschneiung kaum mehr möglich.
In der Schweiz sind laut der «DailyMail» rund die Hälfte der Skigebiete auf Kunstschnee angewiesen. In Österreich sind es 70 Prozent, in Italien gar 90 Prozent. In Frankreich mussten in den letzten Jahren 186 Skigebiete, die meisten davon klein und in tiefen Lagen, den Betrieb einstellen.
Auch in der Schweiz ist der Schnee in vielen Skigebieten knapp. Hohe Temperaturen sorgen zudem schnell für holprige und sulzige Pisten. Dennoch sind viele Betreiber mit dem Geschäft über die Festtage zufrieden. Denn oben ist es blau, unten grau.
Deshalb zieht es auch viele Spaziergänger in die Berge. Vielerorts sind die Terrassen der Restaurants voll. In Engelberg werden Tische oft bereits Tage im Voraus reserviert. Roman Barmettler, Geschäftsführer der Brunni-Bahnen, sagt zu Nau.ch, dass einige Gäste gar nur für die Gastronomie und die Sonnenstrahlen anreisten.














