Buckelwal vor Poel: Start für Rettungsaktion geplant

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Deutschland,

Vier Wochen Stillstand vor Poel: Heute soll Buckelwal Timmy auf einen Lastkahn verladen und Richtung Nordsee gebracht werden. Doch der Plan ist heikel.

Rettung Wal
Am Dienstag soll ein neuer Rettungsversuch für Wal Timmy gestartet werden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Heute soll Buckelwal Timmy nach vier Wochen vor Poel Richtung Nordsee gebracht werden.
  • Eine private Initiative will den Wal mit einem Gurt vorwärts in einen Lastkahn lotsen.
  • Wissenschaftler warnen vor enormem Stress – zumindest das Wetter spielt mit.

Vier Wochen liegt Buckelwal Timmy bereits in einem flachen Seitenarm der Wismarbucht. Heute soll seine Reise Richtung Nordsee endlich beginnen.

Schafft Timmy den Weg in die Nordsee?

Eine private Initiative will den zwölf Tonnen schweren Meeressäuger lebend auf einen Lastkahn verladen. Doch der Plan ist riskant, das Wetter immerhin günstig.

Im Nau.ch-Ticker informieren wir laufend über die neusten Entwicklungen.

Wetter spielt mit

06.00: Sollte der Transport tatsächlich starten, ist immerhin das Wetter auf Timmys Seite.

Richtung Schleswig-Holstein werden für Dienstag laut Seewetteramt des DWD nur Winde bis Stärke 4 erwartet.

Wal
Das Wetter für die Wal-Rettungsmission ist gut. - keystone

Der Mittwoch werde in der Region «total schwachwindig», sagte ein Meteorologe.

Auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie rechnet vor Poel vorerst mit keinen aussergewöhnlichen Pegelschwankungen.

Heute soll der Tag der Rettung sein

05.00: Wenn alles nach Plan läuft, tritt Timmy heute seine Reise Richtung Nordsee an.

Lebend, samt Wasser an Bord eines Lastkahns, mit dem normalerweise Schiffe transportiert werden. Auf Livestreams im Internet war am Morgen zu sehen, dass der Wal kleine Fontänen ausstösst und atmet.

Den Grosswal in die sogenannte Barge zu bekommen, dürfte allerdings kniffelig werden.

barge
Im Hintergrund ist die Insel Poel bei Wismar zu sehen. Die sogenannte Barge ist für den Transport des Buckelwals durch die Ostsee in die Nordsee vorgesehen. - keystone

Ursprünglich wollte das Team das Tier rückwärts mittels einer Plane in das schwimmende Becken bugsieren.

Am Vortag gab die beteiligte Tierärztin Kirsten Tönnies eine Planänderung bekannt: Der Wal soll nun vorwärts mittels eines Gurtes in die Barge gelenkt werden.

Tönnies versicherte, das Tier werde dabei nicht überbeansprucht. Oliver Bartelt von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ergänzte, der Wal werde sich «floatend bewegen» und nicht über Sand gezogen.

Wal
Dem Buckelwal vor der Insel Poel in der deutschen Ostsee geht es immer schlechter. - keystone

Bis zuletzt war allerdings offen, ob es überhaupt zum Versuch kommt. Denn: Bis zum späten Nachmittag des Vortags waren keine Unterlagen für den Einsatz des Gurtes eingereicht worden.

Das Ministerium betonte, es gehe nicht um Genehmigungen, sondern um die Frage der Duldung.

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Kommentare

User #5450 (nicht angemeldet)

Lasst Fridolin in Frieden.

User #3864 (nicht angemeldet)

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