Betreutes Wohnen: Wie funktionieren Beziehungen im betreuten Wohnen?

    Redaktion
    Redaktion

    Bern,

    Wie können Beziehungen im betreuten Wohnen stabil bleiben? Der Familienalltag, Besuche und Kommunikation spielen dabei eine wichtige Rolle.

    Betreutes Wohnen
    Die Familie kann Angehörige im betreuten Wohnen besuchen. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Regelmässiger Kontakt stärkt die Beziehungen im betreuten Wohnen.
    • Die Familie und Freunde können im betreuten Wohnen jederzeit einen Besuch abstatten.

    Der Umzug ins betreute Wohnen ist für viele ältere Menschen und ihre Familien ein grosser Schritt. Auf einmal läuft vieles anders als vorher. Gleichzeitig entstehen neue Abläufe, an die man sich erst gewöhnen muss.

    Fragen kommen auf, wie: «Wie können wir uns weiterhin nahe bleiben?» oder «Wie halten wir den Kontakt, wenn wir nicht mehr zusammen wohnen?»

    In der Schweiz wird betreutes Wohnen immer bedeutsamer. Auch weil wir alle älter werden und länger leben. Laut dem Bundesamt für Statistik steigt die Zahl der über 65-Jährigen in der Schweiz deutlich an. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt heute im Durchschnitt bei rund 84 Jahren.

    Würden Sie Ihre Familie ins betreute Wohnen geben?

    Beziehungen bleiben auch im neuen Zuhause das Wichtigste

    Der Einzug ins betreute Wohnen bedeutet nicht, dass das soziale Leben aufhört. Es verändert sich nur. Besuche, gemeinsame Unternehmungen und neue Kontakte vor Ort müssen neu organisiert werden. Für die meisten Bewohnerinnen und Bewohner bleibt der Kontakt zur Familie der emotionale Mittelpunkt des Alltags.

    Betreutes Wohnen
    Beziehungen sind auch im betreuten Wohnen wichtig. - Depositphotos

    Gleichzeitig wachsen vor Ort neue Beziehungen zu Mitbewohnerinnen, Mitbewohnern und dem Betreuungsteam. Man lernt neue Menschen kennen, aber die Familie bleibt etwas Besonderes. Ein regelmässiger Besuch von Familienmitgliedern ist deshalb auch im betreuten Wohnen wichtig.

    Besuchszeiten, die zum Leben passen

    Viele moderne Einrichtungen haben längst Abschied von starren Besuchszeiten genommen. Stattdessen gibt es individuelle Absprachen, die sich nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner richten. Das ist für berufstätige Kinder und Enkelkinder eine riesige Erleichterung. Spontane Besuche sind oft wieder möglich.

    Betreutes Wohnen
    Besuchszeiten sind wichtig, damit Angehörige immer vorbeikommen können. - Depositphotos

    Wichtig ist nur die effiziente Abstimmung mit dem Team vor Ort, damit der Pflegealltag nicht durcheinandergerät. Viele Häuser haben extra gemütliche Räume eingerichtet, in denen man sich ungestört treffen kann. Dort fühlt sich der Besuch dann fast wie früher zu Hause an.

    Betreutes Wohnen: Entlastung akzeptieren

    Viele Angehörige erleben das erst mal als Entlastung. Endlich müssen sie nicht mehr alles allein stemmen. Gleichzeitig kann Unsicherheit aufkommen.

    Hier hilft ein offenes Gespräch mit dem Betreuungsteam. Eine klare Aufgabenverteilung verhindert Missverständnisse und Konflikte.

    Betreutes Wohnen
    Betreutes Wohnen kann den Alltag von Angehörigen erleichtern. - Depositphotos

    Das Bundesamt für Statistik hat 2023 festgehalten, dass über die Hälfte der Befragten eine gute Zusammenarbeit zwischen Familie und Einrichtung als besonders wichtig empfinden.

    Zusammen sprechen als Emotionsbrücke

    Ehrliche und regelmässige Gespräche sind wichtig. Ob es um kleine Alltagsdinge geht oder um gesundheitliche Veränderungen: Offener Austausch schafft Vertrauen. Viele Einrichtungen bieten inzwischen auch Videoanrufe an. Gerade wenn die Entfernung grösser ist, sind diese digitalen Brücken Gold wert.

    Betreutes Wohnen
    Ein gemeinsames Gespräch reicht manchmal schon, um sich besser zu fühlen. - Depositphotos

    Manchmal reicht schon ein kurzer, herzlicher Anruf oder eine Sprachnachricht. Und auch zwischen Angehörigen und Betreuungspersonal lohnt sich ein respektvoller, wertschätzender Ton.

    Betreutes Wohnen: Gemeinsam den Alltag schön gestalten

    Die herrlichsten Momente entstehen oft ganz einfach: Ein gemeinsamer Spaziergang, ein Kaffee zusammen, ein kleiner Ausflug oder einfach nur das gemeinsame Mittagessen. Viele Einrichtungen bieten gezielte Programme an, bei denen Angehörige mitmachen können.

    Betreutes Wohnen
    Für viele kann es schon genug sein, den Alltag gemeinsam zu verbringen. - Depositphotos

    Dabei ist eines ganz wichtig: Die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner respektieren. Nicht alles übernehmen, sondern dort unterstützen, wo es wirklich gebraucht wird. Das stärkt das Selbstwertgefühl und lässt die Beziehung auf Augenhöhe bleiben.

    So kann das betreute Wohnen zu einem neuen, erfüllten Kapitel werden, während die Familie mittendrin ist.

    Kommentare

    User #4291 (nicht angemeldet)

    Ja und der Nachmittag reden alle Englisch so ein Traum bei uns⛑

    Albert Hudson

    Wo immer der Staat und staatliche Institutionen ihre Hände im Spiel haben, wirds für die persönliche Freiheit sehr eng. Da wird vorgegeben was wenn und wo zu passieren hat. Von den horrenden Kosten nicht zu sprechen.

    Weiterlesen

    Betreutes Wohnen
    83 Interaktionen
    Abhilfe
    Betreutes Wohnen
    13 Interaktionen
    Im Alter
    Betreutes Wohnen
    26 Interaktionen
    Im Alter

    MEHR BETREUTES WOHNEN

    Betreutes Wohnen
    9 Interaktionen
    Betreutes Wohnen
    Betreutes Wohnen
    21 Interaktionen
    Betreutes Wohnen
    Betreutes Wohnen
    2 Interaktionen
    Soziale Integration
    Betreutes Wohnen
    12 Interaktionen
    Betreutes Wohnen

    MEHR AUS STADT BERN

    Bern
    rossmann
    81 Interaktionen
    Drogeriekette in Bern