Tierärztin von Timmy schwebt in Lebensgefahr
Das Drama um Buckelwal Timmy in der Ostsee geht weiter. Das tonnenschwere Tier steckt weiterhin in der flachen Kirchsee bei der Insel Poel fest.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Drama um Buckelwal Timmy nimmt kein Ende.
- Der gestrandete Wal steckt weiter in der flachen Kirchsee bei der Insel Poel fest.
- Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Das Drama um Buckelwal Timmy in der Ostsee geht weiter. Nachdem sich das Tier am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand in der Bucht der Insel Poel nördlich von Wismar zunächst freigeschwommen hatte, lag es zwei Stunden später wieder im vielerorts hüfttiefen Wasser fest.
Ein kräftig gesunkener Wasserstand macht den Helfern des gestrandeten Buckelwals in der Bucht der kleinen Ostsee-Insel Poel zu schaffen.
Alle Entwicklungen im Nau.ch-Ticker:
Umweltminister: «Nach wie vor kritischer Zustand»
17.12: Umweltminister Till Backhaus sagt in einer Medienkonferenz: «Der Wal ist nach wie vor in einem sehr kritischen Zustand.» Gemäss dem Minister liege die Atemfrequenz zwischen 1,5 bis 5 Minuten. Wenn er Stress bekommt, sei er kurzatmig.
Man werde prüfen, ob die Massnahmen noch sinnvoll seien, so Backhaus. Die Internationale Walfangkommission hatte zuvor um solch eine Prüfung gebeten.
Laut dem Umweltminister ist der Wal weiterhin aktiv: «Er ist aufmerksam, er aktiviert sich. Er ist nachtaktiv. Er zeigt Aktivität.»
Walflüsterer: «Rettung ist so schwierig»
14.20: Der Walflüsterer Sergio Bambaren hat sich kürzlich mit einem Boot auf den Weg zu Timmy gemacht. Gegenüber der «Bild» erklärt er: «Diese Rettung ist so schwierig, dass wir jeden Tag so nehmen müssen, wie er kommt.»
Timmy stiess mit Boot zusammen und geriet völlig in Panik
12.38: Bei dem Versuch, den Buckelwal zurück in tiefere Gewässer zu leiten, kam es am Montag zu einem Zwischenfall. Ein Boot kollidierte mit dem Tier, als es sich durch die Kirchsee bewegte.
Das berichtet das Nachrichtenportal News5 unter Berufung auf Sergio Bambaren, einen Schriftsteller, der Teil der privaten Rettungsinitiative ist.

Nach dem Zusammenstoss geriet der Wal in Panik und schwamm daraufhin in eine «gefährliche Situation». Bambaren schätzt die Überlebenschancen von Timmy auf 50 Prozent: «Der Wal will leben und ist ein Kämpfer.»
Wieder Menschen am liegenden Wal – Weiterer Plan unklar
11.12: Am Vormittag hat es erneut Aktivitäten am gestrandeten Buckelwal in der Bucht vor der kleinen deutschen Ostseeinsel Poel gegeben.
Ein Helfer näherte sich dem tonnenschweren Tier auf einem SUP-Board und bedeckte es mit weissen Tüchern. Zudem ist der Spülbagger wieder im Einsatz. Welche weiteren Schritte das Team der privaten Rettungsinitiative plant, blieb zunächst unklar.
Leitende Tierärztin schwebt in Lebensgefahr
08.45: Seit Montag liegt die leitende Tierärztin des gestrandeten Buckelwals Timmy, im Spital. Karin Walter-Mommert, Mitinitiatorin der Wal-Rettung, bestätigt gegenüber dem «NDR»: «Frau Dr. Janine Bahr-van Gemmert ist mit Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Spital gebracht worden.»
Offenbar bifindet sich Bahr-van Gemmert derzeit in Lebensgefahr und musste ins Koma versetzt werden. Sie wurde bereits notoperiert.
«Ich möchte alle Menschen bitten, die das Projekt mit ihrem Herzen begleiten, viel Kraft an Janine zu schicken», sagte Walter-Mommert.
Niedriger Wasserstand macht Wal-Helfern zu schaffen
08.05: Das Niedrigwasser wird die Arbeit der Helfer weiter erschweren. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sagt für Mittwoch erneut einen Wasserstand von bis zu 30 Zentimetern unter Normal voraus. Da der Wal nun in einer künstlich frei geblasenen Kuhle liegt, dürfte es für ihn umso schwerer werden, sich daraus wegzubewegen.

Um zu verhindern, dass der Wal noch weiter in den ausgedehnten Flachwasserbereich am Ausgang der Bucht gerät, sollten mit Sand gefüllte Säcke in seinem Rücken im Wasser platziert werden. Doch bis zum Einbruch der Dunkelheit war in Livestreams nichts davon zu sehen.
Timmy hat sich über die Nacht nicht von der Stelle bewegt
07.27: Der Wal hat sich über die Nacht nicht von der Stelle bewegt. Er liege weiterhin in der Ausfahrt zur Wismarbucht, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am frühen Morgen. Auf Livestreams im Internet ist zu sehen, wie sich der Rücken des rund 12 Meter langen Tiers bewegt und der Wal atmet.
















