Wahlkampf

Brasilien: Lula und Bolsonaro-Sohn eröffnen Wahlkampf

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Brasilien,

In Brasilien haben die Spitzenkandidaten mit Grossveranstaltungen den Präsidentschaftswahlkampf eröffnet.

Brasilien Lula
Lula - Keystone

Der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein aussichtsreichster Herausforderer, der Rechtspolitiker Flávio Bolsonaro, stimmten ihre Anhängerschaft in ihren Hochburgen auf die Wochen bis zum Urnengang am 4. Oktober ein.

Der 80-jährige Lula strebt seine vierte Amtszeit an. «Solange ich lebe, werde ich nicht zulassen, dass die Rechte zurückkehrt», begründete der Kandidat der Arbeiterpartei (PT) im städtischen Stadion von São Bernardo do Campo sein erneutes Engagement, wie auf dem Livestream von «TV O Povo» zu hören war.

Lula versprach, die Sozialprogramme der Regierung fortzusetzen, und kündigte an, geschlechtsspezifische Gewalt sowie das organisierte Verbrechen zu bekämpfen.

Der Ort der Kundgebung war bewusst gewählt. An dem Industriestandort südlich von São Paulo hatte Lula einst als Metallarbeiter von Volkswagen gearbeitet und 1979 als Gewerkschaftsführer einen Streik angeführt.

Herausforderer Flávio Bolsonaro wählte für seine Auftaktveranstaltung den Copacabana-Strand von Rio de Janeiro. Dort hatte bereits sein Vater, der wegen versuchten Putschversuchs zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilte Ex-Präsident Jair Bolsonaro, grössere Menschenmengen versammelt.

Der Herausforderer warf Lula vor, die Verschuldung Brasiliens erhöht, staatliche Unternehmen geschädigt und den Kampf gegen kriminelle Organisationen vernachlässigt zu haben. «Ich werde die Souveränität Brasiliens wiederherstellen», versprach der 45-jährige Senator der Liberalen Partei (PL) mit Blick auf die Sicherheit in dem südamerikanischen Land.

Die Demoskopen erwarten ein knappes Rennen. Für eine eventuelle Stichwahl sieht das Meinungsforschungsinstitut «Quaest» Lula bei 43 und Bolsonaro bei 40 Prozent. Weiteren Bewerbern werden keine Chancen eingeräumt.

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Kommentare

User #4894 (nicht angemeldet)

warum wollen immer wieder alte zittrige Männer an die Macht ?

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