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Wegen Öl-Verkauf: USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

Der Militäreinsatz in Venezuela hat Folgen: Regierungen reagieren alarmiert, US-Verbündete warnen vor Eskalation. Alle Entwicklungen gibt es hier im Liveticker.

Sanktionen
Die US-Behörden haben die Sanktionen gegen Venezuela gelockert. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise.
  • US-Präsident Donald Trump greift nun militärisch und wirtschaftlich ein.
  • Im Zentrum des Konflikts stehen Machtfragen und Venezuelas Ölreserven.
  • Nicolás Maduro soll in purem Luxus gelebt haben, während sein Volk hungerte.

Die politische Lage in Venezuela spitzt sich weiter zu. Nach Krisen-Jahren, internationaler Sanktionen und Machtkämpfe rund um Präsident Nicolás Maduro rückt das ölreiche Land erneut ins Zentrum der Weltpolitik.

US-Präsident Donald Trump greift militärisch und wirtschaftlich ein, während Caracas jede ausländische Einflussnahme zurückweist. Im Fokus stehen Macht, Kontrolle – und Venezuelas Öl. Die neuesten Entwicklungen findest du hier.

Trump könnte erneut Militär in Venezuela einsetzen

18.18: Die Pressesprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, spricht an einer Pressekonferenz am Mittwoch von einem «langfristigen Plan» für die Aktion in Venezuela.

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Pressesprecherin Karoline Leavitt trat heute Mittwoch vor die Medien. - keystone

Die 30 bis 50 Millionen Barrel Öl seien die «erste Aktion». Trump behalte sich das Recht vor, das Militär bei Bedarf einzusetzen, um die Sicherheit von Arbeitern in Venezuela zu gewährleisten.

Leavitt fügte hinzu, dass die USA versucht hätten, diplomatisch mit Maduro in Kontakt zu treten. Dieser habe sich jedoch wie ein «illegitimer Diktator» verhalten.

Die USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

17.53: Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf.

Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte.

USA wollen Verkauf von Öl aus Venezuela langfristig steuern

17.04: Die USA wollen nach den Worten von Energieminister Chris Wright «auf unbestimmte Zeit» den Verkauf venezolanischen Öls in ihre Hand nehmen.

Zuerst soll es dabei um Lagerbestände gehen, wie er sagte. «Wir werden zunächst das aus Venezuela stammende Rohöl vermarkten, das in den Lagern liegt, und dann auf unbestimmte Zeit die Produktion aus Venezuela auf dem Markt verkaufen.»

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Der Verkauf venezolanischen Öls soll gemäss Energieminister Chris Wright «auf unbestimmte Zeit» in den Händen der USA bleiben. (Archivbild) - keystone

Die USA agierten dabei in enger Zusammenarbeit mit Venezuela, so Wright. Geplant seien ausserdem Lieferungen von Verdünnungsmitteln und Ersatzteilen sowie Dienstleistungen zur Stabilisierung der Industrie.

Langfristig sei das Ziel, dass sich grosse amerikanische Energieunternehmen wieder in Venezuela engagieren können. «Die Ressourcen sind immens – das sollte ein reiches, florierendes und friedliches Energiezentrum werden.»

Maduro lebte luxuriös

14:10: Während sein Volk hungerte, liess es sich Nicolás Maduro offenbar gut gehen: Eine prunkvolle Villa in der Dominikanischen Republik, Schweizer Uhren und Privatjets.

Venezuelas Bruttoinlandsprodukt schrumpfte zwischen 2013 und 2022 um mehr als zwei Drittel. Währenddessen soll sich Maduro ein Vermögen im Wert von 700 Millionen Dollar, umgerechnet rund 557 Millionen Franken, angehäuft haben.

Ein Vermögen, das 2025 von den USA beschlagnahmt wurde.

Anwesen im Wert von 18 Millionen Dollar

Zu den luxuriösen Immobilien, mit denen er in Verbindung gebracht wird, zählt gemäss «Daily Mail» die Villa La Caracola. Ein riesiges Anwesen in der Dominikanischen Republik mit einem geschätzten Wert von 18 Millionen Dollar. Das sind umgerechnet rund 14 Millionen Franken.

Maduro seinerseits streitet ab, der Eigentümer des Anwesens zu sein. Laut US-Justizministerin Pam Bondi wurde die Immobilie im vergangenen Jahr von amerikanischen Staatsanwälten beschlagnahmt.

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In diesem Anwesen im Wert von 18 Millionen Dollar in der Dominikanischen Republik soll Maduro das Leben genossen haben. - X/@MarkDeReborn11

Sie erklärte zudem, dass US-Behörden zwei Privatjets sowie luxuriösen Schmuck beschlagnahmt hätten. Weiter seien «mehrere Immobilien im Wert von mehreren Millionen Dollar in Florida, eine Pferdefarm, Autos – ich glaube, neun Fahrzeuge» – beschlagnahmt worden.

Die beiden Jets seien über Briefkastenfirmen gekauft worden. Und um die Eigentumsverhältnisse zu verschleiern, zwischen Ländern verschoben worden.

Eingerichtet gewesen seien die Jets mit luxuriösen Innenausstattungen aus den USA. Offenbar unter Verstoss gegen Exportkontrollvorschriften.

Die Jets hätten zusammengerechnet neu einen Wert von 52,5 Millionen Dollar. Was umgerechnet 418 Millionen Franken sind.

Luxusuhren-Sammlung

Maduro soll ausserdem eine umfangreiche Sammlung an Luxusuhren besitzen. Ein Umstand, der ihm offenbar peinlich war. In einem aufgetauchten Video ist Maduro bei einem Gespräch an einem Tisch zu sehen, während er eine Rolex trägt.

Als er bemerkt, dass er gefilmt wird, schiebt er die Uhr verstohlen in seinen Ärmel und legt die Hand unter den Tisch.

Dabei solle es sich um eine Hublot King Power Maradona 716.OM aus 18-karätigem Roségold handeln. Selbst gebraucht erzielen diese Modelle Preise von umgerechnet bis zu 24'000 Franken.

10.15: Bei dem US-Militärschlag in der Nacht auf Samstag wurden mindestens 24 venezolanische Soldaten getötet. Zuvor hatte die Regierung in Havanna bereits mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden.

Bei der Festnahme sollen sich auch Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores verletzt haben. Als sie versuchten, vor US-Streitkräften zu fliehen, sollen sie sich Kopfverletzungen zugezogen haben. Das berichteten mit dem Vorgang vertraute Quellen dem US-amerikanischen Fernsehsender «CNN».

Auf der Flucht sollen Maduro und Flores versucht haben, sich hinter einer schweren Stahltür zu verstecken. Der Türrahmen sei jedoch niedrig gewesen, sodass sie sich dabei den Kopf gestossen hätten, so die Quellen weiter.

Nach der Festnahme habe die Delta Force Erste Hilfe geleistet.

Verletzt vor Gericht

Maduro und seine Frau erschienen am Montag mit sichtbaren Verletzungen vor Gericht. Der Anwalt von Flores erklärte gegenüber dem Richter, sie habe sich während ihrer Entführung «erhebliche Verletzungen» zugezogen. «Ausserdem besteht der Verdacht, dass sie einen Bruch oder schwere Prellungen an den Rippen erlitten haben könnte.»

Venezuela Nicolás Maduro
Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde nach der Festnahme von Nicolás Maduro als geschäftsführende Präsidentin des Landes vereidigt. - Keystone

Er beantragte eine Röntgenuntersuchung sowie eine umfassende medizinische Abklärung, um ihre weitere gesundheitliche Versorgung sicherzustellen.

Laut Quellen: «Kopfverletzungen geringfügig»

Vor Gericht schwankte Flores und soll zeitweise den Kopf gesenkt haben. Maduro hatte laut anwesenden Reportern Schwierigkeiten, sich hinzusetzen und aufzustehen. Gerichtsskizzen zeigten Flores mit Verbänden am Kopf.

Machte Trump mit der Verhaftung von Maduro in Venezuela einen Fehler?

Die Regierungsbeamten, die die Abgeordneten am Montag informierten, bezeichneten die Kopfverletzung von Flores jedoch als geringfügig. Das berichteten die Quellen gegenüber «CNN» weiter.

Trump sichert sich Kontrolle über Verkauf von Venezuelas Öl

02.42: Trump greift direkt in die Ölindustrie Venezuelas ein und sichert sich die Kontrolle über Einnahmen aus dem Verkauf des Rohstoffs. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an.

«Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird», schrieb Trump weiter.

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Eine Öl-Raffinierie in Venezuela. - Keystone

Das Öl werde mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht werden. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan «sofort» umzusetzen, so Trump. Rohölmengen werden in Barrel gemessen, also Fässern. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.

Venezuela: Kein fremder Akteur regiert uns

02.11: Caracas hat deutlich die Führungsansprüche der USA zurückgewiesen. «Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst», sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Regierungssitzung. «Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert.»

Sieben Tage Staatstrauer in Venezuela für Opfer des US-Angriffs

01.30: Nach dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat die neue Regierung des südamerikanischen Landes eine einwöchige Staatstrauer für die Opfer der Attacke angeordnet.

«Ich habe beschlossen, zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Frauen und Männer, die ihr Leben für die Verteidigung Venezuelas geopfert haben, sieben Tage der Staatstrauer anzuordnen», sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez im staatlichen Fernsehen.

Kommentare

User #6409 (nicht angemeldet)

Interessiert nur die linken Spinner in der SPD. Freiheitsliebende Menschen können da nur lächeln.

User #1634 (nicht angemeldet)

"Nau.ch" sollte einmal über die vielen Gräueltaten von Putin (RUS) berichten, und nicht immer gegen Trump hetzen.

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