In Australien haben zwei 17-jährige Jugendliche 15 Kängurus getötet und müssen sich nun vor Gericht verantworten. Ihnen drohen bis zu fünf Jahren Gefängnis.
Ein Känguru ist auf einem Golfplatz in Australien zu sehen.
Ein Känguru ist auf einem Golfplatz in Australien zu sehen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Süden Australiens haben zwei Jugendliche ein Rudel Kängurus totgefahren.
  • Insgesamt starben 15 Tiere, darunter auch zwei Babys. Ein Jungtier überlebte.

Zwei Jugendliche wurden in Australien wegen einer tödlichen Attacke auf 15 Kängurus verhaftet. Der Schock-Vorfall ereignete sich laut Medienberichten in einer Küstenstadt südlich der Millionen-Metropole Sydney. Einheimische fanden die getöteten Tiere demnach am Samstag auf zwei verschiedenen Strassen.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung konnten die zwei 17-Jährigen daraufhin am Montag festgenommen werden. Gegenüber der «BBC» teilte die Polizei mit, dass das Känguru-Rudel von einem Auto angefahren wurde. Zur Motivation der Täter machte die Polizei keine Angaben. Die Tierschutzorganisation Wires verurteilte die Tat als einen «tragischen und sinnlosen Akt». Der Vorfall habe bei den freiwilligen Helfern vor Ort und den Anwohnern schwere Spuren hinterlassen.

Unter den angegriffenen Riesenkängurus befanden sich laut der Tierschutzorganisation auch drei Babys. Als einziges Tier des Rudels überlebte eines der Känguru-Babys. «Als sie bei uns ankam, war sie so gut wie tot», sagte die Wires-Vertreterin Janelle Renes dem Fernsehsender «ABC». Inzwischen gehe es dem kleinen Weibchen aber «überraschenderweise unglaublich gut».

Die zwei jungen Tätern müssen sich im November wegen des «rücksichtslosen Schlagens und Tötens» eines Tieres vor Gericht verantworten. Nach dem Tierquälerei-Gesetz im Bundesstaat New South Wales drohen den beiden Jugendlichen bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 22'000 Australischen Dollar.

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