Australien plant umfassende Untersuchung nach Terroranschlag
Nach dem Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach in Sydney, wird nun eine umfassende Untersuchungskommission angekündigt.

Nach dem verheerenden Anschlag auf ein jüdisches Fest am Bondi Beach in Sydney hat Premierminister Anthony Albanese die Einsetzung einer umfassenden Untersuchungskommission angekündigt.
Die sogenannte Royal Commission soll einer Mitteilung zufolge das Ausmass antisemitischer Vorfälle in Australien, das Vorgehen von Polizei und Sicherheitsbehörden sowie die Umstände des Angriffs untersuchen und Empfehlungen zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts vorlegen.
Bei dem Anschlag hatten ein Vater und sein Sohn am 14. Dezember am Bondi Beach ein Chanukka-Fest der jüdischen Gemeinde angegriffen und 15 Menschen erschossen. Der Vater wurde von Sicherheitskräften getötet, der Sohn schwer verletzt festgenommen.
Royal Commissions werden in Australien zur Aufarbeitung von Vorgängen mit nationaler Bedeutung eingesetzt. Geleitet wird die Untersuchung von der früheren Verfassungsrichterin Virginia Bell. Ein Zwischenbericht ist für April geplant, der Abschlussbericht soll bis zum 14. Dezember 2026 vorliegen.
Kurswechsel beim Premierminister
Die Entscheidung markiert einen Kurswechsel des Premierministers, der zuvor vor einer langwierigen bundesweiten Kommission und zusätzlicher Aufmerksamkeit für Extremisten gewarnt hatte.
Nun betonte Albanese, oberste Priorität seiner Regierung sei es, Einheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Die Untersuchung «stellt weder den Anfang noch das Ende der Massnahmen dar, die Australien ergreifen muss, um Antisemitismus zu bekämpfen, uns vor Terrorismus zu schützen und unseren sozialen Zusammenhalt zu stärken», hiess es in der Mitteilung des Regierungschefs.
«Dies ist eine fortwährende nationale Aufgabe, die uns alle betrifft.»










