Attacken an Kurden lösen weltweite Proteste aus
In Syrien verschärft sich der Streit um kurdische Gebiete – international protestieren Tausende gegen die Offensive der Regierung gegen Kurden.

In Syrien eskaliert der Konflikt um kurdische Gebiete. Weltweit gehen Tausende auf die Strasse, um gegen die Offensive der Regierung zu protestieren.
Die kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) verlieren seit Januar 2026 massiv an Territorium im Nordosten Syriens. Die neue syrische Regierung dringt mit militärischer Gewalt in Gebiete vor, die jahrelang unter kurdischer Kontrolle standen, berichtet «Reuters».
Präsident Ahmed al-Sharaa fordert die vollständige Integration der kurdischen Kämpfer in die nationale Armee und lehnt die Autonomie ab. Die SDF haben bereits rund ein Drittel ihres kontrollierten Gebiets verloren, darunter strategisch wichtige Ölfelder.
Türkei als Schlüsselfaktor
Die Türkei unterstützt die syrische Offensive mit geheimdienstlichen Informationen und militärischer Präsenz an der Grenze, schreibt «Reuters». Ankara betrachtet die SDF als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bezeichnet sie als Terrororganisation.
Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte triumphierend, die Ära des Terrorismus in der Region sei beendet, wie türkische Medien berichten. Die türkische Regierung erhöht den Druck auf die Kurden und fordert deren zügige Entwaffnung.
In der belagerten Stadt Kobane leben Zehntausende Zivilisten unter katastrophalen Bedingungen. Viele Familien flohen aus umliegenden Dörfern vor den vorrückenden Regierungstruppen in die Stadt, wie die «Salzburger Nachrichten» berichten.
Proteste gegen Gewalt an Kurden in Deutschland
Laut dem «SRF» ist der zwischen der syrischen Regierung und den kurdisch geführten SDF vereinbarte Waffenstillstand weiterhin brüchig. Die Regierungstruppen setzen ihren militärischen Druck auf die kurdischen Gebiete trotz der Vereinbarungen fort.
In deutschen Städten gingen am 20. Januar Tausende Menschen auf die Strasse, um ihre Solidarität mit den Kurden zu zeigen. In Dortmund demonstrierten rund 4000 Menschen, in Frankfurt am Main etwa 5000 und in Bremen 2000, berichtet «NTV».

Tausende Menschen demonstrierten laut dem «SRF» auch in mehreren Schweizer Städten, darunter Zürich, Luzern und Bern. Sie zeigten dabei ihre Solidarität mit der kurdischen Bevölkerung.












