Das äthiopische Parlament hat ein Gesetz zur Einrichtung einer Kommission für nationalen Dialog verabschiedet. Die Parlamentarier stimmten dem Gesetz am Mittwoch mit überwältigender Mehrheit zu.
ARCHIV - Äthiopische Regierungssoldaten fahren auf einem Lastwagen auf einer Strasse in der Nähe von Agula in der Region Tigray im Norden Äthiopiens. Foto: Ben Curtis/AP/dpa
ARCHIV - Äthiopische Regierungssoldaten fahren auf einem Lastwagen auf einer Strasse in der Nähe von Agula in der Region Tigray im Norden Äthiopiens. Foto: Ben Curtis/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Ben Curtis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Regierung hatte vorher betont, dass die zwei wichtigsten Konfliktparteien im Land, die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) und die verbündete Oromo Liberation Army (OLA), die im militärischen Konflikt mit Addis Abeba stehen, von dem Dialog ausgeschlossen sein werden.

Die blutigen Auseinandersetzungen zwischen der äthiopischen Zentralregierung und der TPLF begannen vor rund einem Jahr. Der Konflikt, der sich zunächst auf die nördliche Region Tigray beschränkte, hat sich mittlerweile auf andere Teile des Landes ausgeweitet. In den Konfliktregionen Tigray, Afar und Amhara sind Millionen auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen.

Die TPLF gab Mitte Dezember einen Rückzug aus umkämpften Gebieten des Landes bekannt und bot eine Aufnahme von Friedensgesprächen an. Die Regierung stoppte daraufhin ein weiteres Vorrücken ihrer Streitkräfte auf die Tigray-Provinz. Die US-Regierung hat wiederholt Verhandlungen der äthiopischen Konfliktparteien ohne Vorbedingungen angemahnt. Der Vielvölkerstaat im Osten Afrikas mit seinen 115 Millionen Einwohnern droht durch die anhaltenden Kämpfe zu zerfallen.

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