Waffe

Analyse: USA attackierte Wohngebiet im Iran mit neuer Waffe

Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den der Iran abgelehnt und mit einem eigenen Vorschlag gekontert hat.

Trump
US-Präsident Trump droht damit, alle Kraftwerke und Ölquellen des Irans in die Luft zu jagen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
  • Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
  • Im Ticker erfährst alles zu den Neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg.

Seit einem Monat bekriegen sich die USA zusammen mit Israel und dem Iran. Mehrere hohe Militärs und Politiker in Teheran wurden getötet. Der Iran seinerseits greift auch die Golfstaaten an und blockiert die Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen geführt.

Donald Trump hat zuletzt von einer Waffenruhe, Gesprächen und einem vorgelegten Friedensplan gesprochen. Doch der US-Präsident droht dem Iran auch mit Angriffen auf Energieanlagen, sollte die Strasse von Hormus nicht freigegeben werden. Das Ultimatum wurde aber verlängert.

Glaubst du, dass es bald zu einer Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran kommt?

Teheran dementiert, dass es Gespräche gibt. Der 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende wurde zurückgewiesen, dafür ein eigener 5-Punkte-Plan vorgelegt. Gespräche zwischen dem Iran und den USA werden diese Woche erwartet.

Sorgen macht Beobachtern derweil das Eingreifen der Huthi-Miliz in den Krieg. Die vom Iran unterstützte Miliz im Jemen feuerte am Samstag innerhalb von kurzen Abständen Drohnen auf Israel ab.

Im Ticker von Nau.ch bleibst du zu den neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg auf dem Laufenden.

Iran: Parlamentsausschuss billigt Maut für Strasse von Hormus

22.02: Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments hat den Gesetzentwurf für ein Mautsystem in der Strasse von Hormus gebilligt. Der Vorschlag solle umgehend im Parlament beraten und verabschiedet werden, sagte das Ausschussmitglied, Modschtaba Sarei, der Nachrichtenagentur Fars.

Der Entwurf sieht laut Sarei ausserdem vor, dass Schiffe aus den USA, Israel sowie aus Staaten, die in den vergangenen Jahren Sanktionen gegen den Iran verhängt haben, die Meerenge nicht passieren dürfen. Auch Schiffe aus der EU wären davon betroffen.

Strasse von Hormus
Donald Trump soll konkrete Zusagen für die Entsendung von Kriegsschiffen aus Europa erwarten. - keystone

Die Maut soll laut Fars in der Landeswährung Rial erhoben werden. Der Iran will damit die Landeswährung Rial stärken und US-Sanktionen umgehen. Damit hat der Staat die volle Kontrolle über den Geldfluss.

Der Parlamentsausschuss geht damit auf Konfrontationskurs zur US-Regierung. Präsident Donald Trump hat den Iran ultimativ aufgefordert, die für den globalen Energiehandel zentrale Schiffsroute wieder uneingeschränkt zu öffnen.

Neuer Raketenangriff des Irans auf Israel

21.08: Israel hat am Abend einen erneuten Raketenangriff auf seinem Territorium gemeldet. Die israelische Armee wies die Bürger an, bis auf weiteres Schutzräume aufzusuchen.

Auch am 15. März mussten sich zahlreiche Einwohner Israels in Sicherheit bringen. - keystone

Im Grossraum Tel Aviv heulten Warnsirenen, Einwohner berichteten von Explosionsgeräuschen. Das Nachrichtenportal «ynet» teilte unter Berufung auf Rettungskräfte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte.

Eine Rakete sei offenbar in offenem Gelände niedergegangen. Es war der erste Raketenangriff aus dem Iran seit mehreren Stunden. Über die Zahl der abgefeuerten Raketen gab es zunächst keine Angaben.

Angriffe auf Golfstaaten gehen weiter

20.54: Auch gut vier Wochen nach Beginn des Iran-Krieges gehen die Angriffe auf die Golfstaaten weiter. Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait wurde offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt.

Bei einem weiteren Angriff seien zehn kuwaitische Soldaten verletzt worden, hiess es in einer Stellungnahme der Arabischen Liga. Iran bestritt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim den Angriff auf die Entsalzungsanlage.

Kuwait Flughafen
Auch der internationale Flughafen in Kuwait wurde letzte Woche angegriffen. - keystone

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden elf Raketen und 27 Drohnen abgefangen, wie das Verteidigungsministerium des Landes auf der Plattform X mitteilte. Auch Saudi-Arabien und Katar meldeten den Abschuss von Drohnen.

Bahrains Luftwaffe teilte mit, acht Raketen und sechs Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgefangen zu haben. Somit habe der Golfstaat seit Ausbruch des Iran-Krieges 182 Raketen und 398 Drohnen abgeschossen.

Iran: Derzeit keine Gespräche mit US-Regierung

18.54: Der Iran führt nach Angaben des Aussenministeriums derzeit keine Gespräche mit der US-Regierung. Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe über Vermittler wie Pakistan Botschaften erhalten.

Iran Aussenminister
Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai kritisiert die USA heftig. - Wikipedia / Freie Verwendung

Die US-Seite habe dabei «überzogene, unrealistische und unvernünftige Forderungen» gestellt. Baghai stellte zugleich die Glaubwürdigkeit der US-Regierung infrage. Wenn Washington von Verhandlungen und Diplomatie rede, müsse man prüfen, wie ernst und glaubwürdig man solche Äusserungen überhaupt nehmen könne.

Geschosse verfehlen Containerschiff vor Saudi-Arabien

18.49: Zwei Geschosse haben im Persischen Golf vor Saudi-Arabien ein Containerschiff verfehlt. Wie die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mitteilte, schlugen die beiden nicht näher beschriebenen Projektile innerhalb einer Stunde in der Nähe des Frachters ins Wasser.

Die Seeleute seien wohlauf und Behörden hätten Ermittlungen eingeleitet. Nach UKMTO-Angaben ereignete sich der Zwischenfall 22 Seemeilen vor der Stadt Ras Tanura an der saudi-arabischen Küste.

Ras Tanura
Die Raffinerie Ras Tanura befindet sich im Osten Saudi-Arabiens. - keystone

Als Persischer Golf wird der Meeresabschnitt bezeichnet, in dem wichtige Häfen und Verladestationen Irans der Golfstaaten liegen und der vor der kritischen Strasse von Hormus liegt. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte mit Angriffen und Drohungen die Schifffahrt in der Region nahezu zum Erliegen gebracht.

EU weitet Marineeinsatz im Nahen Osten aus

18.44: Die EU weitet ihre Marineeinsätze im Roten Meer und westlichen Indischen Ozean aus, wird sich aber vorerst nicht an möglichen Einsätzen zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Strasse von Hormus beteiligen.

Italien Iran
Auch eine italienische Fregatte beteiligt sich an den Missionen. (Archivbild) - keystone

Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte, sieht eine Ergänzung des Mandats vor, dass die beteiligten Schiffe und Flugzeuge künftig auch Informationen über verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln können. Zudem soll es unter anderem Ausbildungsaktivitäten für die Seestreitkräfte Dschibutis und eine Zusammenarbeit mit der jemenitischen Küstenwache geben.

Bei den EU-Marineeinsätzen geht es um die Operationen «Aspides» und «Atalanta». «Aspides» war Mitte 2024 gestartet worden und soll Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen schützen. «Atalanta» gibt es bereits seit 2008. Sie wurde zur Bekämpfung der Piraterie in der Region gestartet.

Mehrere Blauhelmsoldaten im Libanon nach Explosion verletzt

18.38: Erneut sind UN-Blauhelmsoldaten beim Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel im Libanon zwischen die Fronten geraten.

Bei einer Explosion seien einige Soldaten der UN-Friedenstruppe Unifil verletzt worden, ihr Fahrzeug sei schwer beschädigt worden, teilte Unifil-Sprecherin Kandice Ardiel mit. Zunächst wurde nicht mitgeteilt, wie viele Soldaten verletzt wurden. Zwei Soldaten konnten demnach jedoch zunächst nicht geborgen worden, da Sicherheitsgarantien für das Gebiet fehlten.

Libanon
Blauhelmsoldaten kommen im Libanon vermehrt unter Beschuss. (Archivbild) - keystone

«Nach Absprache mit libanesischen und israelischen Behörden ist ein Team in das Gebiet unterwegs, um die Evakuierung abzuschliessen», sagte Ardiel. Nach Unifil-Angaben ist die Explosion der zweite Vorfall innerhalb der vergangenen 24 Stunden, bei dem Soldaten der Truppe zwischen die Fronten geraten.

Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Land wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor.

Erneut iranisches Geschoss von Nato in der Türkei abgefangen

17.03: In der Türkei ist erneut ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden. Es sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit.

Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, hiess es. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.

Es ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den vergangenen Wochen. Die Nato hatte die bisherigen Abfang-Aktionen bestätigt.

Zuletzt war eine ballistische Rakete in den türkischen Luftraum eingedrungen und zerstört worden. Die iranische Führung dementierte bisher stets, die Türkei beschossen zu haben.

Iran will Botschafter nicht aus dem Libanon abziehen

16.55: Trotz einer Ausweisung der Behörden im Libanon will der iranische Botschafter das Land nicht verlassen. Der Botschafter in Beirut werde seine Arbeit fortsetzen und an seinem Einsatzort bleiben.

Das sagte der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Das libanesische Aussenministerium wollte sich zu der Angelegenheit auf Nachfrage zunächst nicht äussern.

Libanon Iran
Der iranische Aussenminister will den Libanon nicht verlassen. - keystone

Das libanesische Aussenministerium hatte den iranischen Botschafter im Land Mohammed Resa Scheibani vergangene Woche zur Persona non grata erklärt. Er hätte das Land eigentlich bis gestern verlassen sollen.

Der libanesische Staat steht unter Druck, die Entwaffnung der vom Iran unterstützen Hisbollah im Land durchzusetzen. Im Zuge des Iran-Kriegs ist auch der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Lange Zeit agierte die Hisbollah im Land wie ein Staat im Staate. Israel wirft der libanesischen Regierung Versagen beim Prozess der Entwaffnung vor.

USA hat Wohngebiet mit neuer Waffe attackiert

16.37: Am ersten Tag des Iran-Kriegs kam eine neuartige US-Rakete zum Einsatz. Das hat die «New York Times» durch Videoanalysen erkannt. Laut iranischen Behörden starben bei diesem Angriff mindestens 21 Menschen.

Bei der Waffe handelt es sich um eine Kurzstreckenrakete, die knapp über dem Ziel explodiert. Statt einer einzelnen grossen Explosion werden hunderte kleine Wolfram-Geschosse freigesetzt. Diese Bauweise soll die Wirkung gegen Personenziele und leicht gepanzerte Fahrzeuge verstärken.

Dieses Bild soll den Einschlagsort der US-Rakete zeigen. - Telegram / SAMOURAiEHA

Fotos der Angriffsorte zeigen laut der «New York Times» zahlreiche Einschusslöcher von den Metallgeschossen. Auch zivile Einrichtungen sollen getroffen worden sein.

Bodenaufnahmen und Satellitenbilder zeigen Brandspuren an einer Sporthalle, berichtet die Zeitung weiter. Das Dach sei teilweise eingestürzt. Aufnahmen zeigen zerbrochene Fensterscheiben und Schäden von einem Brand zeigen.

Ein Toter bei Angriff auf Entsalzungsanlage in Kuwait

14.58: Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait sind offiziellen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ein Gebäude beschädigt worden. Das Opfer sei indischer Staatsbürger.

Angriff
Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait starb ein indischer Staatsbürger. (Bild vom 25. März 2026) - keystone

Das ging aus einer Mitteilung des zuständigen kuwaitischen Ministeriums hervor. Auf der Anlage befinde sich zudem ein Kraftwerk.

Kuwait, Saudi-Arabien und Katar verurteilten diesen und weitere Angriffe auf Kuwait als «abscheuliche Attacken» des Iran.

Trump droht: Werden «alle Kraftwerke in die Luft jagen»

13.49: US-Präsident Trump hat dem Iran erneut gedroht. Auf der Plattform Truth Social schrieb er, dass die USA «alle Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) in die Luft jagen und vollständig auslöschen» werde, sollte man in Kürze keine Einigung erzielen.

Trump
Trump hat dem Iran erneut gedroht. - Truth Social / @realDonaldTrump

Man habe diese Infrastruktur «absichtlich noch nicht angetastet». Trump spielt auch auf die Öffnung der Strasse von Hormus an.

Sollte diese nicht «unverzüglich für den Verkehr freigegeben» werden, würde man den «schönen Aufenthalte im Iran» mit den oben genannten Drohungen beenden.

Wieder Raketenbeschuss auf Israel

11.41: Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz haben am Vormittag erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Israelischen Medien zufolge wurden dabei zwei Menschen leicht verletzt.

Raketen
Am Montagmorgen wurden erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. - keystone

Israels Polizei sowie der Rettungsdienst Magen David Adom meldeten Schäden nach Einschlägen. Nach Medienberichten brach infolge der Angriffe in Israels grösster Ölraffinerie in Haifa ein Brand aus.

Spanien sperrt Luftraum für Militärflüge im Iran-Krieg

10.59: Die spanische Regierung hat den Luftraum des Landes für alle Flugzeuge gesperrt, die mit dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran in Verbindung stehen.

Luftraum
Spanien hat seinen Luftraum für Flugzeuge gesperrt, die mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen. - keystone

Diese Massnahme «ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstösst, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen», erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo im Interview des Radiosenders «Cadena Ser».

Madrid zählt in Europa zu den schärfsten Kritikern der militärischen Operationen der USA und Israels.

Iran bestätigt Tötung von Marine-Kommandeur

10.07: Der Iran hat die Tötung eines wichtigen Marinekommandeurs bestätigt. Die einflussreichen Revolutionsgarden berichteten vom «Märtyrertod» ihres Marinekommandeurs, Konteradmiral Aliresa Tangsiri.

Tangsiri
Aliresa Tangsiri (r.) ist tot. Der Admiral war für die Sperrung der Strasse von Hormus verantwortlich. - keystone

In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung bezeichneten sie ihn als «Kämpfer auf dem Wege Gottes» und «grossen Helden». Israel hatte Tangsiri nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Mittwoch getötet.

Iran hängt zwei Anhänger der Volksmudschahedin

09.28: Im Iran sind zwei Mitglieder einer dort verbotenen Oppositionsgruppe hingerichtet worden. Nach Angaben der Justiz wurden die Männer am Morgen durch Erhängen exekutiert, wie der staatliche Rundfunk berichtete.

Iran
Im Iran wurden zwei Mitglieder einer verbotenen Oppositionsgruppe hingerichtet. - keystone

Es war die Rede von «Elementen der terroristischen Gruppe der Heuchler», eine Anspielung auf die Volksmudschahedin. Sie sollen Angriffe geplant haben, zititierte die Nachrichtenagentur Fars die Justiz. In ihrer Wohnung seien Waffen sichergestellt worden.

Iran weist 1.200 Staatsbürger der Emirate aus

09.23: Vor dem Hintergrund des Kriegs weist die iranische Regierung 1.200 Staatsbürger der Vereinigten Arabischen Emirate aus. Ihre Aufenthaltstitel seien aufgehoben worden, berichtete das Onlineportal Nurnews unter Berufung auf die Justiz.

Staatsbürger
Die iranische Regierung hat zahlreiche Staatsbürger ausgewiesen. - keystone

Sie seien angewiesen, den Iran innerhalb von einer Woche zu verlassen. Zuvor hatten die Emirate ihrerseits Iranerinnen und Iraner zur Ausreise gezwungen.

Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran

09.15: US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre.

Trump
US-Präsident Trump prüft offenbar einen Militäreinsatz zur Uran-Bergung. - keystone

Das berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Beamte. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen.

Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen.

Iran-Krieg drückt weiter auf die Börsenstimmung

08.14: Die internationalen Finanzmärkte stehen weiter im Banne des Iran-Krieges. Die asiatischen Märkte reagierten auf den weiter steigenden Ölpreis. Auch in der Schweiz dürften die Aktienmärkte mit negativen Vorzeichen in die verkürzte Osterwoche starten.

Börse
Der Iran-Krieg drückt auf die Börsenstimmung. - keystone

Auch am Ölmarkt zeichnet sich keine Entspannung ab. Ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar.

Damit näherte sich der Ölpreis wieder dem vor drei Wochen erreichten Zwischenhoch von 119,50 Dollar.

Israels Armee setzt Angriffe in Teheran fort

05.30: Die israelische Luftwaffe setzt ihre Angriffe im Iran fort. Es werde «militärische Infrastruktur» in der iranischen Hauptstadt Teheran attackiert, teilte die Armee am frühen Morgen ohne nähere Angaben mit.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, das US-Militär habe «viele seit langem verfolgte Ziele» im Iran angegriffen und zerstört. Israel und die USA hatten ihren gemeinsamen Krieg gegen die Islamische Republik vor gut einem Monat begonnen.

Trump meldet Zerstörung weiterer Ziele im Iran

05.11: Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump im Iran mehrere wichtige Ziele angegriffen und zerstört. «Grosser Tag im Iran», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Donald Trump
Donald Trump hat bekanntgegeben, dass die USA sich in wenigen Wochen aus dem Nahen Osten zurückziehen wollen. - Keystone

Viele seit langem verfolgte Ziele seien vom «grossartigen» US-Militär, dem besten und tödlichsten der Welt, ausgeschaltet und zerstört worden, erklärte er. Weitere Einzelheiten dazu nannte Trump jedoch nicht.

Golfstaaten melden erneuten Beschuss

03.12: Kuwait und andere Golfstaaten stehen weiter unter Beschuss durch den Iran. Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht auf der Plattform X Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage. Ein indischer Arbeiter sei ums Leben gekommen.

Die Luftabwehr in Saudi-Arabien fing unterdessen erneut fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht auf X mitteilte. Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtete der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden.

Israels Armee bestraft Bataillon nach Gewalt gegen Reporter

02.29: Ein CNN-Team hatte die Folgen eines Angriffs israelischer Siedler und die Errichtung eines illegalen Aussenpostens dokumentieren wollen, als sie nach eigenen Angaben von israelischen Soldaten angegriffen und gewaltsam festgesetzt worden waren.

Nach Gewalt israelischer Soldaten gegen Journalisten des US-Fernsehsenders CNN im besetzten Westjordanland hat die Armeeführung ein ganzes Reservebataillon vom Dienst suspendiert. Das Bataillon werde einem Prozess zur Stärkung seiner «fachlichen und ethischen Grundlagen» unterzogen, teilte das Militär in der Nacht mit.

Geschoss explodiert: UN-Blauhelmsoldat im Libanon getötet

02.05: Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der UN-Friedenstruppen im Libanon ist ein Blauhelmsoldat getötet worden. Ein weiterer wurde bei dem Vorfall im Süden des Landes schwer verletzt, wie die UN-Beobachtermission Unifil mitteilte.

«Niemand, der dem Frieden dient, sollte sein Leben verlieren», mahnte die Mission der Vereinten Nationen. Es war demnach zunächst unklar, woher das Geschoss kam.

Ermittlungen wurden eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären. Angriffe auf Unifil-Truppen stellten einen schweren Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht dar, erklärte die Mission weiter.

Neue Botschaft von Modschtaba Chamenei

01.45: Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag.

Chamenei Iran Krieg
Der neue Oberste Führer Modschtaba Chamenei gilt als eng mit den Revolutionsgarden verbunden. - keystone

Seit seiner Ernennung ist Modschtaba Chamenei bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Diese Tatsache hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort ausgelöst. Nach Berichten des Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde.

IAEA: Schwerwasserreaktor im Iran getroffen

01.21: Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden.

Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung.

chondab
Der iranische Schwerwasserreaktor Chondab wurde laut der Internationalen Atomenergiebehörde stark beschädigt. - keystone

Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Der Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hiess es. Seit einem Monat führen Israel und die USA Krieg gegen das Land.

Israels Armee: Erneut Drohnen der Huthi-Miliz abgefangen

00.55: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult.

Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen den Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden.

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Die Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Israel mit Drohnen angegriffen. - keystone

Die Miliz kontrolliert weite Teile des Jemens und erhält von der iranischen Führung militärische Unterstützung. Während des Gaza-Kriegs hatte sie Israel regelmässig beschossen, aber auch im Roten Meer und dem sich südlich anschliessenden Golf von Aden Handelsschiffe attackiert.

Geplante Todesstrafe – Aussenminister appellieren an Israel

22.35: Mehrere europäische Länder wenden sich gegen die mögliche Einführung der Todesstrafe für Terroristen in Israel. Der deutsche Bundesaussenminister Johann Wadephul (CDU) und die Ressortchefs aus Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich äusserten in einer gemeinsamen Erklärung ihre «tiefe Besorgnis» über einen entsprechenden Gesetzentwurf. Über diesen will das israelische Parlament voraussichtlich am Montag abschliessend entscheiden.

«Die Todesstrafe ist eine unmenschliche und erniedrigende Form der Bestrafung ohne jegliche abschreckende Wirkung», teilten die Minister mit. «Deshalb lehnen wir die Todesstrafe weltweit unter allen Umständen ab.» Berlin, Paris, Rom und London forderten die Verantwortlichen nachdrücklich auf, die Pläne aufzugeben.

Stromversorgung in Teheran wurde angegriffen

22.15: Aus dem Iran wurden am Abend (Ortszeit) erneut schwere Angriffe der USA und Israels gemeldet. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran.

Infolgedessen kam es am Abend (Ortszeit) in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtete der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium.

USA Iran Krieg
Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten des US-Militärs sind Medienberichten zufolge im Nahen Osten angekommen. - Keystone

Die israelische Armee meldete unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär machte zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen der abermaligen Angriffswelle.

Kommentare

Sledge Hammer

Die USA haben ihre verfassungsmässigen Ziele sowie ihre moralischen und militärischen Ambitionen verraten und verfehlt. Ihr Niedergang ist unausweichlich. Das Schweigen unseres Chefdiplomaten Cassis und des Papstes zu den Kriegsverbrechen machen diese zu Komplizen.

User #2521 (nicht angemeldet)

Pinocchio Trump.... (oh, ich muss abbrechen, ist eine Beleidigung obschon sie zutrifft).

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