Innerhalb weniger Tag hat Amazon die Einstellung von drei Geschäftsideen verkündet. Die Firma werde aber weiterhin in Indien investieren.
Amazon-Standort in Mönchengladbach
Amazon-Standort in Mönchengladbach - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Geschäftsideen von Amazon in Indien wurden innerhalb weniger Tage eingestellt.
  • Die betroffenen Angestellt «werden während des Übergangs unterstützt».
  • Das Unternehmen wollte weiterhin in Indien investieren.

Amazon hat in Indien innerhalb weniger Tage die Einstellung von drei Geschäftsideen verkündet. Zuletzt war es die Einstellung von «Amazon Distribution», seiner Grosshandel-Website für in Indien typische Tante-Emma-Läden, wie eine Sprecherin des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigte. Auf dem Portal konnten kleine Läden in und um die drei Städte Bengaluru, Mysore und Hubli im Bundesstaat Karnataka einkaufen.

Vergangene Woche hatte Amazon bereits über das Ende der Online-Lernplattform «Amazon Academy» und des Essenslieferdiensts «Amazon Food» in Bengaluru informiert. Beide Dienstleistungen hatte das Unternehmen während der Pandemie mit Lockdowns und einem Online-Learning-Boom ins Leben gerufen.

Unternehmen sehen Indien als Wachstumsmarkt

Die Entscheidung zur Einstellung habe Amazon im Rahmen ihrer jährlichen Überprüfung ihrer Geschäftsstrategie getroffen, hiess es. «Wir stellen diese Programme in Phasen ein, um uns um die gegenwärtigen Kunden und Partner zu kümmern und wir unterstützen die betroffenen Angestellten während dieses Übergangs», schrieb die Sprecherin. Die Firma würde sich weiter in Indien engagieren und investieren.

Viele Silicon-Valley-Firmen sehen Indien als zweitbevölkerungsreichstes Land mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern als potenziellen Wachstumsmarkt. Amazon hat allerdings auch knapp zehn Jahre nach seinem Markteintritt Mühe mit der Profitabilität, wie die Wealth-Management-Firma Bernstein kürzlich in einem Bericht schrieb.

In dem Markt sei der durchschnittliche Bestellwert gerade mal 800 Rupien (9 Euro), berichtete der «Business Insider» unter Berufung auf den Bericht. Ausserdem bereiteten Amazon unter anderem auch bürokratische Hindernisse Probleme, hiess es.

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