Euro/Franken-Paar erreicht neues Tief
Das Euro/Franken-Paar markierte ein neues Tief bei 0,9124. UBS-Experten sehen den Franken auch 2026 weiter im Aufwind.

Das Euro/Franken-Währungspaar hat in der Nacht auf Dienstag mit 0,9124 ein neues Rekordtief markiert. Anschliessend setzte eine leichte Gegenbewegung ein, wodurch sich der Kurs stabilisieren konnte.
Schweizer Unternehmen rechnen 2026 laut einer UBS-Umfrage mit einer weiteren Aufwertung des Frankens, wie «Cash» berichtet.
Die Grossbank befragte im Spätherbst 2025 rund 300 vorwiegend exportorientierte Firmen zu ihren Währungserwartungen.
Unternehmen sehen Euro bei 91 Rappen
Die befragten Unternehmen erwarten per Ende 2026 einen Eurokurs von nur noch 91 Rappen.
Der Dollar wird auf 78 Rappen geschätzt, nachdem er Ende Januar auf 0,7605 Franken gefallen war, heisst es weiter.
Rund zwei Drittel der Firmen rechnen aufgrund geopolitischer Risiken mit anhaltend grossen Kursschwankungen. UBS-Ökonom Florian Germanier erklärte an einer Telefonkonferenz, der Franken dürfte weiterhin gefragt bleiben.
UBS-Experten etwas optimistischer
Die UBS selbst sieht den Euro etwas stärker und prognostiziert 95 Rappen für Ende 2026. Die Bank begründet dies mit der Erwartung einer beschleunigten deutschen Wirtschaftserholung, schreibt «finanzen.ch».
Sollte die erhoffte Erholung ausbleiben, rechnen die UBS-Ökonomen mit einem Eurokurs von 90 Rappen. Materialisierten sich die wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken, würde sich der Franken weiter aufwerten.
Für mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bleibt der Euro die wichtigste Einkaufswährung. Der Dollar hat dagegen an Bedeutung verloren und macht nur noch 9 Prozent aus.
Schwaches Wachstum erwartet
Die Dollarschwäche treffe nur wenige Schweizer Firmen, da die USA nur für eine Minderheit der wichtigste Absatzmarkt seien. Importorientierte Unternehmen profitierten sogar vom starken Franken, so Germanier laut «marketscreener.com».
Trotz der Handelsabkommen mit den USA erwarten mehr Unternehmen ein tieferes Wachstum für 2026. Die UBS prognostiziert aufgrund fehlender Impulse aus dem Ausland nur 0,9 Prozent Wachstum.

Der Binnenkonsum dürfte 2026 weiterhin eine Stütze der Schweizer Wirtschaft bleiben. Ab der zweiten Jahreshälfte könnte ein deutscher Aufschwung auch der Schweiz helfen, erklärte UBS-Ökonom Alessandro Bee.












