Air India

Air India: Starben 260 Passagiere, weil Treibstoff abgedreht wurde?

Simon Binz
Simon Binz

Indien,

Nach dem verheerenden Absturz einer Boeing 787 in Indien mit 260 Todesopfern rückt eine mögliche Fehlbedienung im Cockpit der Air India in den Fokus.

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Ein Video zeigt den Absturz der Air-India-Maschine. - X / @SukhSandhu

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Freitag soll ein erster Bericht zur Air-India-Katastrophe veröffentlicht werden.
  • Die Ermittlungen konzentrieren sich offenbar auf zwei Treibstoffregler im Cockpit.
  • Deren Betätigung würde zum Schubverlust führen, da die Treibstoffzufuhr gestoppt wird.

Es war eines der schwersten Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre: Am 12. Juni stürzte eine Boeing der Air India nur 36 Sekunden nach dem Start in Ahmedabad auf ein Hochschul- und Spitalgelände. Die Tragödie kostete 241 Menschen an Bord sowie 19 am Boden das Leben – nur ein Passagier überlebte.

Über die Unfallursache gibt es bisher nur Spekulationen. Nach Auswertung von Flugdatenschreiber (FDR) und Cockpitstimmenrekorder (CVR) will die indische Flugunfallbehörde «AAIB» am Freitag aber einen ersten Untersuchungsbericht veröffentlichen.

Fliegst du gerne?

Laut dem Branchenportal «The Air Current» konzentrieren sich die Ermittlungen auf die zwei Triebwerke-Treibstoffregler im Cockpit. Die beiden Schalter sind demnach im Cockpit der Boeing 787 unterhalb der Schubhebel positioniert.

Sie steuern die Kraftstoffzufuhr der Triebwerke und dürfen im Flug nur im Notfall auf «CUTOFF» gestellt werden. Beispielsweise bei einem Triebwerksausfall oder -brand. Eine versehentliche Betätigung gilt als nahezu ausgeschlossen, da sie mechanisch gesperrt ist: Der Schalter muss dafür bewusst angehoben und bewegt werden.

Kein verunreinigter Treibstoff bei Air India

Wird ein Treibstoffschalter während des Flugs von «RUN» auf «CUTOFF» gestellt, wird die Treibstoffzufuhr sofort gestoppt. Das Triebwerk verliert schlagartig seinen Schub. Gleichzeitig fallen die Generatoren aus, wodurch viele Bordsysteme und Cockpitanzeigen nicht mehr mit Strom versorgt werden.

Laut «The Air Current» können mit dem Fall vertraute Personen nicht ausschliessen, dass es zu Fehlbedienungen kam. Ob unbeabsichtigt oder vorsätzlich – und vor oder nach dem Schubverlust. Unklar ist auch, ob einer oder beide Regler beim Start der Boeing 787 mit Ziel London-Gatwick betätigt wurden.

Aktuell deuten die den Ermittlern vorliegenden Daten weder auf technische Mängel an der Boeing, noch an ihren beiden Triebwerken hin. Auch Hinweise auf verunreinigten Treibstoff oder Fehler beim Einfahren der Landeklappen gibt es bislang nicht. Diese möglichen Ursachen waren kurz nach dem Unfall diskutiert worden.

Ob der Bericht zur Air India am Freitag öffentlich gemacht wird, ist offen. Die Entscheidung liegt bei den indischen Behörden.

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