Ägyptens Präsident kritisiert europäische Migrationspolitik

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    Die europäischen Länder weigern sich laut Abdel Fattah al-Sisi, Migranten bei ihnen aufzunehmen. Der ägyptische Präsident hält wenig von einer solchen Politik.

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    Abdel Fattah al-Sisi steht neben einer Flagge Ägyptens. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Abdel Fattah al-Sisi kritisiert Europa wegen dessen Migrationspolitik.
    • Der Kontinent weigere sich, Migranten aufzunehmen, so der ägyptische Präsident.

    Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat Europa vorgeworfen, sich der Aufnahme von Migranten zu verweigern.

    «Wir haben in Ägypten sechs Millionen Menschen, die aufgrund von Konflikten, begrenzten Möglichkeiten oder der Armut in einigen Nachbarländern gekommen sind», erklärte Al-Sisi am Dienstagabend während einer Konferenz im Küstenort Scharm el Scheich.

    «Wir haben sie weder verbannt noch in Lager gesteckt.» Es gehe um eine grosse Anzahl, die die Europäer nicht aufnehmen wollten.

    Al-Sisi: Recht auf Migration ist Menschenrecht

    «Vielleicht sind unsere Fähigkeiten nicht so weit fortgeschritten wie die der reichen Länder, aber zumindest haben wir ihnen das, was wir haben, zur Verfügung gestellt, ohne einen Aufstand zu machen», sagte Al-Sisi weiter. Das Recht auf Migration sei zudem ein Menschenrecht.

    Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) hat Ägypten als bevölkerungsreichstes Land der arabischen Welt vor allem Migrantinnen und Migranten aus nordafrikanischen Staaten wie dem Sudan oder Äthiopien aufgenommen.

    Seit 2016 geht das Land mit mehr als 100 Millionen Bewohnern mit einem neuen Gesetz verstärkt gegen Überfahrten von Geflüchteten über das Mittelmeer vor. Für viele von ihnen ist Ägypten ähnlich wie das benachbarte Libyen ein Transitland.

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