Rheinfelden (D): Schweizer Einkaufstouris legen Grenzverkehr lahm
Der Einkaufstourismus aus der Schweiz sorgt in Rheinfelden (D) regelmässig für Verkehrschaos. Der Oberbürgermeister fordert rasch Massnahmen.

Das Wichtigste in Kürze
- Einkaufstourismus aus der Schweiz verursacht regelmässig Staus am Zoll Rheinfelden.
- Der Rückstau behindert Busverkehr, Einsatzfahrzeuge und den regionalen Pendelverkehr.
- Ursache ist laut Stadt die einspurige Abfertigung an der Schweizer Zollanlage.
Beim einspurigen Autobahnzoll in Rheinfelden staut sich der Verkehr regelmässig kilometerweit. Besonders am Nachmittag bilden sich lange Rückstaus, die bis auf die B34 im Ortsteil Warmbach (D) reichen. Der deutsche Oberbürgermeister Klaus Eberhardt hat sich deshalb schriftlich an die deutsche Autobahn GmbH gewandt. Darüber berichtet die «Aargauer Zeitung».
Nach Angaben Eberhardts handelt es sich beim stockenden Verkehr mehrheitlich um Schweizerinnen und Schweizer, die auf der badischen Seite einkaufen. Bei der Rückfahrt blockierten sie den gesamten Auffahrtsbereich der A861 an der Anschlussstelle Rheinfelden-Süd. Der Rückstau ziehe sich teils bis zur Mouscron-Allee.
Die Folgen seien gravierend. Der Verkehr in Richtung Herten oder Grenzach-Wyhlen werde massiv behindert. Auch Einsatzfahrzeuge und der öffentliche Busverkehr kämen kaum mehr voran. Anwohnerinnen, Anwohner und Pendler müssten regelmässig mit erheblichen Verzögerungen rechnen.
Verkehr wird bei Schweizer Zollanlage oft nur über eine Spur abgefertigt
Laut Eberhardt liegt die Ursache nicht bei verschärften Grenzkontrollen des deutschen Zolls. Vielmehr werde der Verkehr an der Schweizer Zollanlage oft nur über eine Spur abgefertigt. Das führe zu Engpässen, die sich auf deutscher Seite stauten.
Der Oberbürgermeister schlägt demnach vor, die früheren Jahresgespräche zwischen der Autobahn GmbH und den betroffenen Städten wieder aufzunehmen. Zudem habe er sich mit seiner Amtskollegin aus dem schweizerischen Rheinfelden, Stadtpräsidentin Claudia Rohrer, ausgetauscht.

Sie solle das Anliegen bei den zuständigen Schweizer Zollbehörden vorbringen. Ziel sei es, gemeinsam Lösungen zu finden, um den Grenzverkehr nachhaltig zu entlasten.












