Immer wie mehr UN-Mitarbeiter sind in Afghanistan der steigenden Gewalt ausgesetzt. Die Taliban führen gezielte Hausdurchsuchungen durch.
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Michelle Bachelet, Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Mitarbeiter von UN-Organisationen in Afghanistan sind immer wie mehr Angriffen ausgesetzt.
  • Die Taliban führen gezielt Hausdurchsuchungen durch.
  • Die UN-Menschenrechtschefin zeigt sich besorgt über die zunehmende Gewalt in Afghanistan.

Mitarbeiter von UN-Organisationen in Afghanistan sind immer wie mehr Angriffen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Das berichtete UN-Menschenrechtschefin Michelle Bachelet am Montag vor einer internationalen humanitären Geberkonferenz. Das Land wird seit Mitte August von den militant-islamistischen Taliban kontrolliert.

Laut Berichten aus Afghanistan würden die Taliban gezielt Hausdurchsuchungen durchführen. Dies, um nach Menschen zu suchen, die für die abgezogenen US-Streitkräfte und amerikanische Firmen gearbeitet hatten. UN-Mitarbeiter seien davon ebenfalls betroffen, sagte die Hochkommissarin.

Sorgen bei der UN-Menschenrechtschefin

UN-Organisationen haben seit dem Machtwechsel in Afghanistan betont, dass sie auch weiterhin den Menschen im Land helfen wollen. Gleichzeitig haben sie Bewegungsfreiheit und Sicherheit von den neuen Machthabern eingefordert.

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Taliban-Kämpfer auf einem Pickup mit einer Waffe. - Keystone

Bachelet zeigte sich allgemein besorgt über die zunehmende Gewalt in Afghanistan. Ausserdem beschäftigt sie die zuspitzende Versorgungslage der Bevölkerung und den Ausschluss von Frauen aus dem öffentlichen Leben. «Grundrechte und Freiheiten stehen allen Menschen in Afghanistan zu», sagte sie.

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