Krieg

    Krieg in der Ukraine – Peskow lässt Verhandlungen offen

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Russland,

    Im Krieg in der Ukraine zeichnet sich eine neue diplomatische Runde ab – Moskau schliesst Verhandlungen nach US-Besuch nicht mehr aus.

    Krieg in der Ukraine
    Kremlsprecher Dmitri Peskow schliesst neue Friedensgespräche im Krieg in der Ukraine nicht aus. - keystone

    Nach Monaten diplomatischen Stillstands ist wieder Bewegung in den Krieg in der Ukraine gekommen.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am Montag, eine Wiederaufnahme von Verhandlungen sei nicht ausgeschlossen, wie das «Handelsblatt» berichtet.

    Glaubst du, dass die neuen Vermittlungsversuche der USA zu einem Ende des Krieges in der Ukraine führen werden?

    Peskow betonte jedoch, es sei noch zu früh, um über Ort und Zeit solcher Gespräche zu sprechen. Auch ein Telefonat zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump sei denkbar, so der Kreml.

    Gesandte in Moskau und Kiew

    Auslöser der neuen Dynamik ist ein diplomatischer Pendeldiplomatie-Einsatz der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner.

    Die beiden reisten am vergangenen Wochenende zunächst nach Moskau und dann in die ukrainische Hauptstadt, wie die «Berliner Zeitung» berichtet.

    Es war ihr allererster Besuch in Kiew seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Am Bahnhof wurden sie von Präsidialamtschef Kyrylo Budanow und weiteren hochrangigen Regierungsvertretern empfangen.

    Krieg in der Ukraine: Neue Vorschläge für ein Ende

    Laut ukrainischen Präsidialkreisen brachten die US-Gesandten neue, als «effektiver» bezeichnete Vorschläge zur Beendigung des Krieges mit, wie der «Tagesspiegel» berichtet.

    Kushner sprach sich demnach für die Wiederaufnahme trilateraler Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA aus. «Auch wir schliessen eine Wiederaufnahme des trilateralen Formats nicht aus», sagte Peskow.

    Peskow gab laut «Handelsblatt» an, Russland habe noch keine Informationen über die Gespräche der US-Gesandten mit ukrainischen Regierungsvertretern erhalten.

    Waffenruhe beendet

    Putin ordnete an, ab Mitternacht des Samstags drei Tage lang keine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt durchzuführen, so das «Handelsblatt». Die Ukraine sagte ihrerseits zu, im selben Zeitraum keine Schläge auf Moskau zu führen.

    Krieg in der Ukraine
    Neue Hoffnung im Krieg in der Ukraine: Putin traf Trumps Sondergesandte zu einem langen Gespräch in Moskau. - keystone

    Ungeachtet der neuen Gesprächssignale wurden die Kampfhandlungen im Krieg in der Ukraine fortgesetzt. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga wurde zivile Infrastruktur getroffen und mehrere Menschen verletzt.

    Gleichzeitig griff Russland erneut Kiew an, woraufhin Polen seinen Luftraum sicherte, wie das «Handelsblatt» weiter meldet. Die Waffenruhe über den beiden Hauptstädten dauerte damit nur wenige Tage.

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    Kommentare

    User #3753 (nicht angemeldet)

    Die SVP hat die Schweiz so gerne, wie Köppel ein Journalist ist. Sie mögen Putin und ihre Gschäftle mit ihm. Menschenrechte stören die SVP bei ihren Geschäften.

    User #5296 (nicht angemeldet)

    Putin und Russland haben die Schweiz in den letzten Jahren auf vielfältige Weise hybrid angegriffen, um politische Spaltungen zu vertiefen, Desinformation zu verbreiten und die Schweizer Neutralität zu untergraben. Ein zentrales Mittel war die gezielte Unterstützung prorussischer Akteure innerhalb der Schweiz, insbesondere durch die SVP. So finanzierte Russland etwa über Strohmänner und Lobbygruppen wie das „Dialogforum Schweiz-Russland“ politische Netzwerke, die gegen Schweizer Sanktionen und für eine engere Zusammenarbeit mit Moskau warben. Diese Gruppen organisierten Konferenzen und Treffen, an denen SVP-Politiker wie Marco Chiesa oder Christoph Blocher teilnahmen und russische Narrative wie die angebliche „Aggression der NATO“ oder die „Legitimität“ der russischen Annexion der Krim verbreiteten.

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