Vom G7-Gipfel in Grossbritannien soll nach Darstellung des Weissen Hauses ein wichtiger Impuls zur Erholung der von der Pandemie schwer beeinträchtigten Weltwirtschaft ausgehen.
US-Präsident Joe Biden im südenglischem St. Ives
US-Präsident Joe Biden im südenglischem St. Ives - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Joe Biden und die anderen Staats- und Regierungschef der Gruppe führender Industriestaaten seien sich einig, die globale Ökonomie so lange wie nötig politisch zu unterstützen.

Ziel sei «eine starke, ausgewogene und integrative wirtschaftliche Erholung», die der Mittelklasse und arbeitenden Familien zugute komme. Erörtert werden solle bei dem am Freitag beginnenden Treffen zudem, wie eine gerechtere und nachhaltigere Weltwirtschaft geschaffen werden könne.

Das Weisse Haus teilte weiter mit, bei dem dreitägigen Treffen im südwestenglischen Strandort Carbis Bay werde eine Unterstützung für den US-Vorschlag für eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent erwartet. Grosse Digitalkonzerne wie Apple oder Google sollen demnach künftig weltweit mindestens 15 Prozent Steuern zahlen.

Die G7-Finanzminister hatten bei dem Thema in der vergangenen Woche einen Durchbruch erzielt. In einem nächsten Schritt sollen die G20-Staaten - eine umfassendere Gruppe führender und aufstrebender Wirtschaftsnationen - ins Boot geholt werden.

Weiter hiess es in der Mitteilung, die USA und ihre G7-Partner erwögen eine globale Anstrengung, um die Wirkung der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgeschlagenen Zuteilung von Sonderziehungsrechten (SDR) an die bedürftigsten Länder zu vervielfachen.

IWF-Chefin Kristalina Georgiewa hatte im März eine Erhöhung der finanziellen Schlagkraft der Organisation um 650 Milliarden US-Dollar vorgeschlagen. Damit will der IWF zur Überwindung der Corona-Krise vor allem Entwicklungs- und Schwellenländern zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellen - ohne deren Verschuldung zu erhöhen.

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