Gewalt

    Weisses Haus besorgt über mögliche Wahlleugnung und politische Gewalt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen ist das Weisse Haus besorgt über die politische Stimmung im Land. Es gebe eine «alarmierende Zahl» von Republikanern, die angedeutet hätten, dass sie Wahlergebnisse nicht anerkennen wollten, sagte die Sprecherin der Regierungszentrale, Karine Jean-Pierre, am Mittwoch in Washington. «Wir haben in letzter Zeit auch politische Gewalt erlebt, die ähnlich alarmierend und beunruhigend ist.» Die USA stünden nach Auffassung von Präsident Joe Biden an einem Wendepunkt. «Dies ist kein normaler Moment in unserer Demokratie», betonte Jean-Pierre. Biden wollte sich am Mittwochabend (Ortszeit) in einer Ansprache zu dem Thema äussern.

    Election Day voting 2020
    Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen ist das Weisse Haus besorgt über die politische Stimmung im Land. EPA/MICHAEL REYNOLDS - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auf die Frage, ob das Weisse Haus befürchte, dass die Weigerung, Wahlergebnisse anzuerkennen, zu politischer Gewalt führen könne, sagte die Sprecherin: «Ich will nicht darüber spekulieren, was passieren könnte.» Solche Äusserungen stellten nach Auffassung des Präsidenten aber eine «Bedrohung für die Demokratie» dar.

    Bidens Amtsvorgänger, der republikanische US-Präsident Donald Trump, weigert sich bis heute, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl 2020 anzuerkennen. Ohne Belege behauptet er weiter, er sei durch Wahlbetrug um einen Sieg gebracht worden. Nach diesem Vorbild lassen auch einzelne Republikaner, die bei den «Midterm»-Zwischenwahlen am 8. November für Mandate oder Ämter antreten, offen, ob sie den Wahlausgang in jedem Fall akzeptieren werden.

    Im aggressiv geführten Wahlkampf verstärkte eine gewaltsame Attacke auf den 82 Jahre alten Ehemann der demokratischen Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi die Angst vor politisch motivierter Gewalt. Der Täter hatte es eigentlich auf die mächtige Vorsitzende des Repräsentantenhauses abgesehen, die er aber nicht antraf.

    Bei der Zwischenwahl in der Mitte von Bidens Amtszeit werden in der kommenden Woche in den USA alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben. Ebenso stehen in zahlreichen Bundesstaaten Gouverneurswahlen an.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Taxi
    400 Interaktionen
    Spritpreis steigt
    weidel
    738 Interaktionen
    Abstiegssorgen

    MEHR IN NEWS

    karibik
    2 Interaktionen
    Zihuatanejo
    Schimpansen
    7 Interaktionen
    Clevere Affen

    MEHR GEWALT

    8 Interaktionen
    Tel Aviv/Ramallah
    14 Interaktionen
    Genf
    Sozialarbeiterin Flurina Gschwend ist froh, dass das Projekt weiterläuft.
    2 Interaktionen
    Häusliche Gewalt

    MEHR AUS USA

    Virgin Atlantic
    Technische Störung
    trump fed
    4 Interaktionen
    New York
    Trump
    5 Interaktionen
    New York