US-Schule entfernt Toilettentüren – Schüler wehren sich

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

USA,

Eine Schule in den USA lässt die Türen zu den Toiletten entfernen, um das Vapen und Schlägereien einzudämmen. Die Schüler wehren sich nun mit einer Petition.

Toiletten
Die Schüler der High School in Illinois wollen ihre Klo-Türen zurück. - keystone / pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • An einer US-Schule wurden die Türen der Schultoiletten entfernt.
  • Damit soll unangemessenes Verhalten in den Toiletten unterbunden werden.
  • Eine Schülerin wehrt sich: Sie hat eine Petition gestartet.
  • Einen ähnlichen Fall gab es im März im Bümpliz BE.

Die Schülerinnen und Schüler staunen an ihrem ersten Schultag des Jahres nicht schlecht: An der Oak Park und River Forest High School wurden die Türen der Schultoiletten entfernt. Die Schule befindet sich in einem Vorort von Chicago in den USA.

Der Grund: «Unangemessenes Verhalten in den Toiletten wie Vapen, Schwänzen, Schlägereien und so weiter». Dies erklärt die Schule gegenüber dem US-Sender «CBS News Chicago».

Schülerin wehrt sich mit einer Petition

Die Schülerin Laila Rosenthal will das nicht auf sich sitzen lassen: Sie startet deshalb eine Petition mit dem Namen «We need doors» auf der Plattform Change.org.

Das Ziel: Die Türen wieder einbauen. Bisher hat sie über 500 Unterschriften gesammelt.

Toiletten sollten ein Ort sein, der Privatsphäre und Sicherheit bietet, schreibt sie in der Petition. Die Entscheidung der Schule, die Türen zu den WCs zu entfernen, missachte diese grundlegenden Bedürfnisse. Sie trage zu einer Atmosphäre von Angst und Belastung unter den Schülern bei, wie es weiter heisst.

Schülerin: Warum keine Rauchmelder?

Die Schulverwaltung betont gegenüber «CBS News Chicago», dass lediglich die Aussentüren entfernt worden seien. Keine der Kabinentüren sei weggenommen worden.

Die Eingänge zu den Toiletten würden nun ähnlich wie an Flughäfen ohne Eingangstüren zu den Badezimmern funktionieren.

Findest du die Massnahme gerechtfertigt?

Mitarbeitende vom Campus-Sicherheitsdienst hätten zudem berichtet, dass sich jetzt weniger Schüler in den Toiletten aufhalten.

Einige Schüler zeigen aber auch Verständnis für die Entscheidung der Schule. Schüler Donovan Lee sagt dem US-Sender: «Mir persönlich ist es ziemlich egal».

Er fügt hinzu: «Es macht definitiv einen grossen Unterschied. Ich habe nicht mehr viele Leute gesehen, die zum Dampfen oder so hereinkommen».

Ähnlicher Vorfall an Berner Schule

Auch in Bern sorgte Ende März ein ähnlicher Vorfall für Schlagzeilen. Ort der Kontroverse war das Oberstufenschulhaus Bümpliz BE. Weil es auf den Toiletten immer wieder zu Vandalismus gekommen war, beschloss die Schulleitung, die Türen abzumontieren.

Die Massnahme stiess auf Gegenwind von Eltern, die die mangelnde Privatsphäre ihrer Kinder kritisierten. «Mein Kind hat versucht, den Toilettengang zu vermeiden, um peinlichen Situationen zu entgehen», zitierte SRF eine besorgte Mutter.

Mittlerweile sind die Türen auf die Toiletten zurückgekehrt.

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Kommentare

User #5789 (nicht angemeldet)

#3138 Hör auf, an deine Desinformationen zu glauben. Wenn man, wie Selenskyi damals, mit über 73% Wählerstimmen gegen 39 Prasidentschaftskandidaten gewinnt, hat man hochaus gewonnen. Aber doch nicht, wenn man wie Trump lediglich nur 49,72% der Wählerstimmen erhielt. Kamala Harris bekam immerhin noch 48,25%. Die Differenz betrug nur minimale 1,47% ! Dass er die meisten "Wahlmänner"-Stimmen bekam liegt nur an dem höchst undemokratischen System "the winner takes it all", das auch bei nur einer Stimmendifferenz einer einzigen Stimme das Resultat dem Sieger zuschreibt.

User #3648 (nicht angemeldet)

Kameras, zumindest ausserhalb der Kabinentüren, dann merkt man ja auch wenn jemand ewig lange drin ist. Innen Rauch- und Chemie-Melder, wer raucht oder dampft aktiviert die Sprinkleranlage.

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