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    Pfusch bei Geburt: Spital muss für Kind eine Milliarde Dollar zahlen

    Gerrit Fredrich
    Gerrit Fredrich

    USA,

    Wegen gravierender Fehler bei der Geburt eines Kindes muss ein US-Spital fast eine Milliarde Dollar Entschädigung zahlen.

    Azaylee Zancanella
    Die kleine Azaylee Zancanella wird in den USA als «Billion Dollar Baby» bezeichnet. - Facebook / @Azaylee Zancanella

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein US-Spital wurde zu einem Schadensersatz von rund einer Milliarde Dollar verurteilt.
    • Grund dafür ist ein Pfusch bei der Geburt der kleinen Azaylee Zancanella.
    • Durch das Versagen wird das Kind lebenslang leiden und benötigt eine intensive Therapie.

    Die kleine Azaylee Zancanella wird in den USA als «Billion Dollar Baby» bezeichnet. Infolge von Ärztepfusch bei ihrer Geburt ist sie schwer behindert. Eine Jury sprach der Familie eine Rekordentschädigung zu, wie «Daily Mail» berichtet.

    Findest du es gut, dass dieser Rekord-Schadensersatz ausgesprochen wurde?

    Im Jahr 2019 brach bei der hochschwangeren Mutter Anyssa Zancanella in Utah die Fruchtblase. Trotz klarer Gefahren erhielt sie eine zu hohe Dosis Wehenmittel. Danach liess das unerfahrene Personal sie allein zurück, erklärt die Klageschrift.

    Späte Notfallbehandlung mit schweren Folgen

    Erst nach über 24 Stunden wurde der Zustand des Babys überprüft und ein Not-Kaiserschnitt eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt war die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn bereits kritisch eingeschränkt.

    Die Schädigungen sind dauerhaft: Azaylee leidet an neurologischen und kognitiven Beeinträchtigungen. Die heute Sechsjährige ist nicht in der Lage zu sprechen und benötigt intensive Therapien.

    Jury spricht Rekord-Schadensersatz gegen Klinik aus

    Richter Patrick Corum kritisierte das Spital scharf: «Das Spital war der gefährlichste Platz auf Erden für Azaylee, auf die Welt zu kommen.»

    Laut «Krone» sagte er, die Tochter wäre sicherer in einer Hütte oder auf einer Tankstellen-Toilette gewesen.

    Azaylee
    Azaylee leidet an neurologischen und kognitiven Beeinträchtigungen. - Facebook / @Azaylee Zancanella

    Die Jury sprach der Familie 951 Millionen Dollar (761 Millionen Franken) Schmerzensgeld zu. Es handelt sich dabei um eine der höchsten Entschädigungen weltweit wegen ärztlichen Fehlverhaltens. Die Kläger betonen den tiefen Verlust und die lebenslangen Folgen.

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    Kommentare

    User #4911 (nicht angemeldet)

    Kleiner Trost,aber jetzt hat die Familie genug Geld um Therapien zu zahlen.

    User #8610 (nicht angemeldet)

    In der Schweiz müsste die Familie alle Gerichtsgebühren/Anwaltskosten übernehmen und dem Spital noch Schadensersatz bezahlen müssen!

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