George Floyd

    US-Repräsentantenhaus stimmt Polizeireformen zu

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Nach über neun Monaten seit dem brutalen Tod von George Floyd in den USA hat das US-Repräsentantenhaus umfassenden Polizeireformen zugestimmt.

    george floyd
    Ein Bild von einem Andenken für George Floyd im US-Bundesstaat Texas. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das US-Repräsentantenhaus hat einer umfassenden Polizeireform zugestimmt.
    • Der Gesetzentwurf wurde nach dem Afroamerikaner George Floyd benannt.
    • In einem nächsten Schritt muss der Senat dem Gesetzesentwurf zustimmen.

    Mehr als neun Monate nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA hat das US-Repräsentantenhaus umfassenden Polizeireformen zugestimmt. Eine Mehrheit in der von den Demokraten dominierten Parlamentskammer billigte den nach George Floyd benannten Gesetzesentwurf am Mittwochabend (Ortszeit).

    220 Kongressabgeordnete stimmten dafür, 212 dagegen. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass die Bundesregierung Anreize für das Verbot von Würgegriffen bei Polizeieinsätzen schafft.

    Racial Injustice BLM Finances
    Demonstranten an einem BLM-Protest in den USA. - Keystone

    Die Immunität von Polizisten soll eingeschränkt werden, um Strafverfolgung bei Gewaltanwendung zu erleichtern. Ausserdem soll unter der Ägide des Justizministeriums eine nationale Datenbank für polizeiliches Fehlverhalten aufgebaut werden. Damit soll erschwert werden, dass gewalttätige Polizisten nach einer Entlassung bei anderen Polizeibehörden anheuern.

    Biden unterstützt das Gesetz

    In einem nächsten Schritt muss der Senat dem Gesetzesentwurf zustimmen. Ob dort die notwendige Mehrheit zustande kommt, ist offen. Der demokratische US-Präsident Joe Biden unterstützt das Gesetz.

    Das Weisse Haus hatte am Montag mitgeteilt, das Vertrauen zwischen der Polizei und den Menschen müsse wieder aufgebaut werden. «Wir können dieses Vertrauen nicht wiederherstellen, wenn wir Polizeibeamte nicht für Machtmissbrauch zur Rechenschaft ziehen und gegen systemisches Fehlverhalten - und systemischen Rassismus - in den Polizeibehörden vorgehen.»

    Der unbewaffnete Floyd war am 25. Mai in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota bei einer brutalen Festnahme ums Leben gekommen. Sein Tod führte im ganzen Land zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus. Der Prozess gegen den mutmasslichen Haupttäter und weitere Angeklagte soll am kommenden Montag beginnen.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    George Floyd
    675 Interaktionen
    Floyd-Ticker
    Joe biden kamala harris
    115 Interaktionen
    «Time Magazine»
    5 Interaktionen
    Oslo

    MEHR IN NEWS

    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    4 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR GEORGE FLOYD

    Chauvin
    12 Interaktionen
    Ex-Polizist
    floyd
    Fall George Floyd
    Fall George Floyd
    1 Interaktionen
    George Floyd

    MEHR AUS USA

    -
    24 Interaktionen
    «Völlig ausdruckslos»
    Kevin Federline
    24 Interaktionen
    Kevin Federline
    Heidi Klum.
    23 Interaktionen
    New York