US-Portal: Google plant zensierte Suchmaschine für China

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    USA,

    Laut einem Enthüllungsportal plant Google, für China eine zensierte Suchmaschine auf den Markt zu bringen. Suchbegriffe wie Demokratie werden zensiert.

    Google Logo Laptops
    Zwei Menschen verwenden Laptops, hinter ihnen an der Wand ist das Google-Logo. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Google plant eine zensierte Suchmaschine für China.
    • Der Konzern hatte sich 2010 aus dem chinesischen Markt zurückgezogen.

    Das US-Internetunternehmen Google will einem Medienbericht zufolge eine Suchmaschine auf den chinesischen Markt bringen, die Suchbegriffe wie Menschenrechte, Demokratie oder friedliche Proteste zensiert. Damit entspreche sie den strikten Zensurvorschriften der kommunistischen Regierung in Peking, schrieb das US-Enthüllungsportal «The Intercept» am Mittwoch.

    Ein Google-Sprecher sagte dazu auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, das Unternehmen biete eine Reihe von mobilen Apps in China an, unterstütze chinesische Entwickler und investiere in dortige Unternehmen. Zu Spekulationen äussere sich Google aber nicht, fügte er hinzu.

    Projekt Dragonfly

    Das Projekt namens «Dragonfly» habe Google im Frühjahr 2017 begonnen und seit einem Treffen zwischen Konzernchef Sundar Pichai und einem ranghohen chinesischen Funktionär im Dezember beschleunigt, schreibt «The Intercept» unter Berufung auf unternehmensinterne Dokumente und mit dem Vorhaben Vertrauten. Innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate könnte Google eine entsprechende App für chinesische Nutzer herausbringen, sobald Peking die Genehmigung erteile, hiess es weiter.

    Eine zensierte Suchmaschine würde eine Wende in Googles Chinapolitik darstellen: Das Unternehmen hatte sich 2010 aus dem grossen Markt zurückgezogen, um sich nicht weiter selbst zensieren zu müssen. Auch Internet-Plattformen wie Facebook, Twitter oder WhatsApp werden blockiert.

    Zu den Betreibern von «The Intercept» gehört Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald, der massgeblich an der Aufarbeitung der Unterlagen des Informanten Edward Snowden beteiligt war. Snowden hatte 2013 Journalisten im grossen Stil vertrauliche Dokumente über massive Abhörpraktiken des US-Geheimdienstes NSA und anderer Dienste zugespielt.

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