Die Vereinten Nationen haben sich angesichts mutmasslicher Übergriffe israelischer Sicherheitskräfte auf Teilnehmer der Beerdigung einer getöteten Reporterin bestürzt gezeigt. «Wir haben gerade das Video davon gesehen und es ist einfach sehr schockierend für uns», sagte Sprecher Farhan Haq am Freitag in New York. Momentan arbeiteten die UN daran, mehr Informationen zu dem Vorfall zu sammeln. «Natürlich wollen wir wie in allen Fällen sicherstellen, dass die Grundrechte auf Versammlungsfreiheit und natürlich das Recht auf friedliche Demonstrationsfreiheit geschützt und gewahrt werden.»
Journalistin getötet
Kollegen der getöteten Journalistin Schirin Abu Akle trauern vor ihrem Leichnam im Krankenhaus von Dschenin. Majdi Mohammed/AP/dpa - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die im Westjordanland erschossene Schirin Abu Akle vom TV-Sender Al-Dschasira war am Freitag auf einem christlich-orthodoxen Friedhof neben der Altstadt Jerusalems beigesetzt worden.

Al-Dschasira beschuldigte israelische Sicherheitskräfte, sie vorsätzlich getötet zu haben. Tausende Menschen kamen zu der Beerdigung. Während der Prozession kam es zu Konfrontationen. Videos schienen israelische Sicherheitskräfte zu zeigen, die unter anderem auf Menschen einprügeln, die einen Sarg tragen.

Auch die US-amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield zeigte sich «zutiefst erschüttert von den Bildern», wie sie auf Twitter schrieb. «Die Tragödie ihres Mordes sollte mit grösstem Respekt, Nüchternheit und Sorgfalt behandelt werden.» Wie auch die UN hatten die USA eine Untersuchung zu der Tötung gefordert.

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