Tesla verheimlichte Autopilot-Unfälle – Behörden ermitteln
Ein Datenleck enthüllt: Tesla verschwieg Tausende Autopilot-Unfälle – mit teils tödlichen Folgen. Jetzt ermitteln US-Behörden.

Ein massives Datenleck erschüttert den Elektroautohersteller Tesla und seinen Chef Elon Musk.
Wie das «SRF» berichtet, nutzte der Konzern öffentliche Strassen offenbar als Testgelände für sein autonomes Fahrsystem.
Mehr als 1000 teils tödliche Zwischenfälle sollen intern dokumentiert worden sein, ohne dass sie nach aussen kommuniziert wurden. Über 2400 Kundenbeschwerden betrafen spontane, unerklärliche Beschleunigungen, wie das «SRF» weiter festhält.
Der Whistleblower und die Tesla-Files
Den Anfang nahm das Datenleck, als ein Tesla-Insider Ende 2022 dem «Handelsblatt» über 100 Gigabyte Daten übergab. Dabei handelte es sich um den ehemaligen Servicetechniker Lukasz Krupski, der vergeblich intern und bei Behörden Missstände meldete.
Tesla bezeichnete Krupski daraufhin als Datendieb und erstattete Anzeige gegen ihn. Das «Handelsblatt» berichtet, dass der Oberste Gerichtshof Norwegens Teslas Beschwerde im März 2026 zurückgewiesen hat.
In vielen der geleakten Fälle war der Status der Vorfälle als «ungelöst» eingetragen, berichtet das «SRF». Es handelt sich um sogenannte «Halluzinationen» der KI, bei denen das System ohne erkennbaren Grund bremst oder beschleunigt.
Tödlicher Unfall und historisches Urteil
Aufsehenerregend ist der Fall von Naibel Benavides, die starb, als ein Tesla im Autopilot-Modus das Fahrzeug ihres Lebensgefährten rammte. Wie «heute.at» berichtet, wurde Tesla deshalb zu Schadenersatz von 240 Millionen Dollar (etwa 187,1 Millionen Franken) verurteilt.
Aus wiederhergestellten Blackbox-Daten geht laut «heute.at» hervor, dass Tesla bereits am Tag des Unfalls von einer Fehlfunktion wusste. Der Autopilot hatte Hindernisse erkannt, aber lediglich mit einem kurzen Warnton reagiert — ohne die Kollision zu verhindern.

Das Urteil aus Florida ist laut «SRF» eine Premiere in Fällen rund um das Autopilot-System. Ende Februar bestätigte ein Bundesrichter den Entscheid; Tesla kann dagegen noch Berufung einlegen.
Tesla-Unfälle: Mehrere Behörden ermitteln
Das US-Justizministerium prüft nun, ob Tesla seine Kundschaft über die Fähigkeiten des Autopiloten getäuscht hat.
Auch die nationale Behörde für Strassensicherheit hat Ermittlungen eingeleitet, wie das «SRF» festhält.
Whistleblower sagten gegenüber den Behörden aus und beschreiben einen Konzern, der schnelles Wachstum der Sicherheit vorgezogen habe. Das System sei auf den Markt gebracht worden, obwohl Angestellte ihre Vorgesetzten ausdrücklich auf die Risiken hingewiesen hatten.
















