Gericht

    Musk und Altman im Prozess um OpenAI vor Gericht

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Elon Musk klagt gegen OpenAI und Sam Altman – der Prozess um die Seele der KI-Branche hat begonnen.

    elon musk altman
    Vor Gericht steht Elon Musk OpenAI-Chef Sam Altman gegenüber. - keystone

    In Oakland, Kalifornien, treffen zwei der mächtigsten Figuren der Technologiewelt aufeinander. Elon Musk klagt gegen OpenAI-Chef Sam Altman – und den Softwarekonzern Microsoft, wie «Euronews» berichtet.

    Die beiden Männer hatten OpenAI 2015 gemeinsam als gemeinnützige Organisation gegründet. Musk war damals ihr grösster privater Geldgeber und steuerte über 44 Millionen Dollar (etwa 34,7 Millionen Franken) bei.

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    2018 verliess Musk den Verwaltungsrat nach einem Machtkampf mit Altman. Laut dem Technologiemagazin «t3n» hatte er zuvor erfolglos versucht, die vollständige Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen.

    Kern des Streits zwischen Musk und Altman

    2025 wandelte OpenAI sein Kerngeschäft in eine gewinnorientierte Gesellschaft um, berichtet «t3n». Musk wirft Altman vor, damit eine Grundvereinbarung gebrochen zu haben, die offene KI-Forschung für alle garantieren sollte.

    Laut «Euronews» investierte Microsoft 13 Milliarden Dollar (etwa 10,2 Milliarden Franken) in OpenAI, ist daher ebenfalls als Beklagter benannt. OpenAI wird heute auf fast eine Billion Dollar (etwa 789,2 Milliarden Franken) bewertet.

    Musk fordert laut «finanznachrichten.de» die vollständige Rückumwandlung von OpenAI in eine Non-Profit-Organisation. Ausserdem verlangt er die Absetzung von Altman und Brockman aus allen Führungspositionen.

    Zwei Lager, zwei Versionen

    OpenAI wehrt sich vehement gegen alle Vorwürfe. Das Unternehmen veröffentlichte interne E-Mails, die belegen sollen, dass Musk 2017 selbst einer gewinnorientierten Umstrukturierung zugestimmt hatte, wie «t3n» berichtet.

    OpenAI-Anwalt William Savitt erklärte vor Gericht: «Wir sind hier, weil Herr Musk bei OpenAI nicht seinen Willen bekommen hat.» Das Unternehmen bezeichnet die Klage als von Neid motivierte Kampagne, berichtet «Cybernews».

    musk altman
    Elon Musk gegen OpenAI-CEO Sam Altman. Jetzt geht der Streit vor Gericht weiter. - keystone

    Musk sagte, er habe OpenAI gegründet, finanziert und entscheidend aufgebaut. Bewusst habe er eine gemeinnützige statt profitorientierte Struktur gewählt.

    Tragweite des Verfahrens

    Der Prozess ist zweiphasig angelegt, berichtet «finanznachrichten.de». Zunächst gibt eine neunköpfige Geschworenengruppe eine Empfehlung ab.

    Richterin Yvonne Gonzalez Rogers entscheidet dann in einer zweiten Phase über die konkreten Forderungen.

    Laut «finanznachrichten.de» könnte ein Sieg Musks den geplanten Börsengang von OpenAI erheblich erschweren. ChatGPT zählt derzeit laut OpenAI rund 900 Millionen Nutzerinnen und Nutzer pro Woche.

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