Trump scheitert mit Antisemitismus-Klage gegen Harvard
Trump verliert erneut vor Gericht: Richter Stearns weist die Antisemitismus-Klage gegen Harvard als zu dünn ab.

Bundesrichter Richard Stearns in Boston hat die Antisemitismus-Klage der Trump-Regierung gegen Harvard abgewiesen.
Die vorgeworfenen Vorfälle seien «zu vereinzelt und episodisch», begründete er seine Entscheidung, wie der «ORF» berichtet.
Das US-Justizministerium hatte Harvard im März 2026 wegen Diskriminierung jüdischer und israelischer Studierender verklagt. Trump warf der Universität vor, nach den Hamas-Anschlägen 2023 «antisemitische Mobs» auf dem Campus geduldet zu haben.
Fehlende Grundlage: Harvard gewinnt erneut gegen Trump
Die Klage stützte sich laut dem «Standard» vor allem auf Vorfälle aus den Jahren 2023 und 2024.
Richter Stearns stellte fest, dass die Regierung keinen anhaltenden Verstoss gegen das US-Bürgerrechtsgesetz nachgewiesen habe.
Die Regierung hatte mit der Klage erreichen wollen, dass Harvard hohe Bundeszuschüsse zurückzahlt und keine weiteren Gelder beanspruchen darf. Diese Forderung scheiterte nun vor Gericht, wie die «Salzburger Nachrichten» berichten.
Dhillon kündigt weiteres Vorgehen an
Das Justizministerium zeigte sich mit dem Urteil nicht einverstanden. Harmeet Dhillon, Beigeordnete Generalstaatsanwältin für Bürgerrechte, erklärte laut «PBS», die Regierung prüfe die nächsten Schritte.
Trump geht seit seinem erneuten Amtsantritt massiv gegen Harvard und andere Hochschulen vor.

Frühere Versuche, Harvard Bundesmittel in Milliardenhöhe zu entziehen, wurden gerichtlich weitgehend gestoppt. Auch das Verbot für internationale Studierende scheiterte vor Gericht, wie die «Salzburger Nachrichten» festhalten.
Weitere Fronten im Rechtsstreit
Harvard hat nach eigenen Angaben eine Taskforce gegen Antisemitismus eingesetzt und Disziplinarmassnahmen reformiert, berichtet «PBS».
Universitätspräsident Alan Garber betonte, die Hochschule nehme den Schutz jüdischer Studierender ernst.
Harvard hatte bereits im September 2025 einen Rechtsstreit um eingefrorene Bundesmittel in Milliardenhöhe gewonnen, berichtet der «ORF».















