Gericht

Trump wegen Weltstrafgericht-Sanktionen verklagt

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Vier Menschenrechtsgruppen verklagen Trump wegen seiner Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof in New York.

trump wegen klage
Menschenrechtsorganisationen verklagen Trump wegen seiner Sanktionen gegen den IStGH – sie sehen die Meinungsfreiheit verletzt. - keystone

Vier Menschenrechtsorganisationen haben US-Präsident Donald Trump wegen seines Vorgehens gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) verklagt.

Die Klage wurde am Dienstag bei einem Gericht in New York eingereicht, wie die «Tagesschau» berichtet.

Findest du, dass Trumps Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof gerechtfertigt sind?

Die Sanktionen hinderten Opfer von Kriegsverbrechen daran, Gerechtigkeit zu erlangen, so die Kläger. Darunter befindet sich auch die Organisation Human Rights Watch.

Trump wegen Meinungsfreiheit unter Druck

Die klagenden Gruppen fordern eine Rücknahme der Strafmassnahmen, wie die «Tagesschau» weiter berichtet.

Die Sanktionen verstiessen gegen in der US-Verfassung verankerte Rechte, insbesondere den Schutz der Meinungsfreiheit.

Zwei der klagenden Organisationen gaben an, aus Angst vor Geldstrafen auf Kontakte zum IStGH verzichtet zu haben, wie «diebewertung.de» berichtet. Geplante Stellungnahmen und Kampagnen seien deshalb nicht umgesetzt worden.

Rubio kündigt totale Demontage an

Trump hatte im Februar 2025 Einreiseverbote und Vermögenssperren gegen IStGH-Vertreter verhängt, berichtet die «Tagesschau».

Ausgelöst wurde dies hauptsächlich durch Haftbefehle des Gerichts gegen israelische Regierungsmitglieder, darunter Premierminister Benjamin Netanjahu.

US-Aussenminister Marco Rubio gab zuletzt eine umfassende Kampagne gegen das Gericht bekannt. Laut dem «Tagesspiegel» teilte er im Juli mit: «Wir werden den Internationalen Strafgerichtshof demontieren – wenn nötig, Stein für Stein.»

Weitere Staaten treten aus

Der Völkerrechtsexperte Andreas Schüller vom European Center for Constitutional and Human Rights äussert Bedenken. Er befürchtet, dass weitere Staaten dem US-Druck nicht standhalten könnten, wie der «Tagesspiegel» berichtet.

donald trump wegen klage
Menschenrechtsorganisationen klagen gegen Trump wegen Angriffs auf internationales Strafrecht. - keystone

Venezuela und Tschad haben bereits ihren Austritt angekündigt.

Schüller hält einen Austritt allerdings nicht für unumkehrbar. Ungarn habe seine Austrittserklärung von 2025 nach einem Regierungswechsel wieder zurückgezogen, wie der «Tagesspiegel» festhält.

Kommentare

User #5715 (nicht angemeldet)

Der Oberste Gerichtshof der USA (Supreme Court) hat in Grundsatzentscheidungen festgestellt, dass dem Präsidenten weitreichende Immunitäten für offizielle Handlungen zustehen, was die Möglichkeiten einer strafrechtlichen Verfolgung auf nationaler Ebene einschränkt. Es gibt drei Stufen der Immunität. Wer es genauer wissen will, kann es nachlesen.

Partnun123

das stört den rotblonden überhaupt nicht, sind doch noch dutzende Klagen gegen ihn hängig. bei welchen der hofft, dass er alles aussitzen kann.

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