Gold im Aufwärtstrend – doch dieser Termin birgt Risiko
Gold meldet sich zurück: Nach Monaten unter Druck gewinnt das Edelmetall an Fahrt – und ein Termin im September könnte alles entscheiden.

Der Goldpreis hat sich nach einer langen Durststrecke eindrucksvoll erholt.
Gold überwand zuletzt wichtige charttechnische Hürden und gewann deutlich an Momentum.
Nachlassende Zinssorgen, rückläufige Anleiherenditen und ein schwächerer Dollar stützten die Erholung, wie «Börse Online» berichtet.
Charttechnik sendet positive Signale
Das Chartbild hat sich zuletzt merklich aufgehellt. Gold gelang der Sprung zunächst über die 50-Tage-Linie und anschliessend auch über die mittelfristig ausgerichtete 100-Tage-Linie.
Laut «Börse Online» drehen beide Durchschnittslinien nun nach oben, was als positives technisches Signal gilt. Ausserdem gelang Gold der Ausbruch über den hartnäckigen Widerstandsbereich um 4200 Dollar, an dem zuvor mehrere Erholungsversuche gescheitert waren.
Noch fehlt laut «Börse Online» aber ein letztes charttechnisches Zeichen: die 200-Tage-Linie, einer der am stärksten beachteten Trendindikatoren. Ein Ausbruch darüber könnte zusätzliche chartinduzierte Käufe auslösen.
16. September als Schlüsseldatum für Gold
Die entscheidende Frage dreht sich um die US-Notenbank Fed. Die nächste Zinsentscheidung fällt am 16. September 2026 – ein Datum, das zum möglichen Wendepunkt für Gold werden könnte.
Wie «Wallstreet Online» berichtet, veröffentlicht die Fed im September turnusmässig ihre quartalsweisen Projektionen. Diese umfassen Einschätzungen zu Wirtschaftsleistung, Arbeitsmarkt, Inflation und Zinsen.

Die Fed beliess den Leitzins am 29. Juli 2026 zum fünften Mal in Folge bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Dies bei einer Abstimmung von 9 zu 3, wobei drei Mitglieder für eine Erhöhung votierten, schreibt «Kagels Trading».
Zinsentscheid mit grosser Hebelwirkung
Laut «Goldinvest» reagiert das Edelmetall nicht auf die nominale Inflationsrate, sondern auf den Realzins nach Abzug der erwarteten Teuerung. Steigt dieser, steigen die Opportunitätskosten des Goldbesitzes.
Die Futures-Märkte preisen für September eine Zinserhöhungswahrscheinlichkeit von rund 57 Prozent ein, so «Kagels Trading» in Berufung auf Marktdaten.
Die Notenbanken kauften im ersten Quartal 2026 netto rund 244 Tonnen Gold: das stärkste Quartal seit über einem Jahr. Diese strukturelle Nachfrage bleibt laut «Goldinvest» von der Geldpolitik weitgehend unberührt.












