Gold im Aufwärtstrend – doch dieser Termin birgt Risiko

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Gold meldet sich zurück: Nach Monaten unter Druck gewinnt das Edelmetall an Fahrt – und ein Termin im September könnte alles entscheiden.

    Gold Goldbarren Goldmünzen
    Gold kämpft sich zurück und zeigt positive Chartsignale – doch der wahre Test steht erst im September mit der nächsten Fed-Sitzung an. (Symbolbild) - keystone

    Gold überwand zuletzt wichtige charttechnische Hürden und gewann deutlich an Momentum.

    Glaubst du, dass Gold nach dem Fed-Entscheid am 16. September weiter steigt?

    Nachlassende Zinssorgen, rückläufige Anleiherenditen und ein schwächerer Dollar stützten die Erholung, wie «Börse Online» berichtet.

    Charttechnik sendet positive Signale

    Das Chartbild hat sich zuletzt merklich aufgehellt. Gold gelang der Sprung zunächst über die 50-Tage-Linie und anschliessend auch über die mittelfristig ausgerichtete 100-Tage-Linie.

    Laut «Börse Online» drehen beide Durchschnittslinien nun nach oben, was als positives technisches Signal gilt. Ausserdem gelang Gold der Ausbruch über den hartnäckigen Widerstandsbereich um 4200 Dollar, an dem zuvor mehrere Erholungsversuche gescheitert waren.

    Noch fehlt laut «Börse Online» aber ein letztes charttechnisches Zeichen: die 200-Tage-Linie, einer der am stärksten beachteten Trendindikatoren. Ein Ausbruch darüber könnte zusätzliche chartinduzierte Käufe auslösen.

    16. September als Schlüsseldatum für Gold

    Die entscheidende Frage dreht sich um die US-Notenbank Fed. Die nächste Zinsentscheidung fällt am 16. September 2026 – ein Datum, das zum möglichen Wendepunkt für Gold werden könnte.

    Wie «Wallstreet Online» berichtet, veröffentlicht die Fed im September turnusmässig ihre quartalsweisen Projektionen. Diese umfassen Einschätzungen zu Wirtschaftsleistung, Arbeitsmarkt, Inflation und Zinsen.

    Gold
    Gold gewinnt an Fahrt und durchbricht wichtige Marken. Ob der Aufwärtstrend hält, entscheidet sich im September bei der US-Notenbank. (Symbolbild) - keystone

    Die Fed beliess den Leitzins am 29. Juli 2026 zum fünften Mal in Folge bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Dies bei einer Abstimmung von 9 zu 3, wobei drei Mitglieder für eine Erhöhung votierten, schreibt «Kagels Trading».

    Zinsentscheid mit grosser Hebelwirkung

    Laut «Goldinvest» reagiert das Edelmetall nicht auf die nominale Inflationsrate, sondern auf den Realzins nach Abzug der erwarteten Teuerung. Steigt dieser, steigen die Opportunitätskosten des Goldbesitzes.

    Die Futures-Märkte preisen für September eine Zinserhöhungswahrscheinlichkeit von rund 57 Prozent ein, so «Kagels Trading» in Berufung auf Marktdaten.

    Die Notenbanken kauften im ersten Quartal 2026 netto rund 244 Tonnen Gold: das stärkste Quartal seit über einem Jahr. Diese strukturelle Nachfrage bleibt laut «Goldinvest» von der Geldpolitik weitgehend unberührt.

    Kommentare

    User #7974 (nicht angemeldet)

    God hat man nicht um Reich sondern um nicht Arm zu werden.

    User #6332 (nicht angemeldet)

    ...bereits wieder im freien Fall...!

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