Kevin Spacey hat gegen vertragliche Auflagen der «House of Cards»-Produzenten verstossen. Deshalb muss er über 30 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen.
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Kevin Spacey muss den Produzenten von «House of Cards» Schadensersatz zahlen. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Kevin Spacey wurde aufgrund Vorwürfe sexuellen Missbrauchs von «House of Cards» gefeuert.
  • Den Produzenten der Serie muss er nun 31 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen.
  • Die Entlassung des Schauspielers erforderte teure Umstrukturierungen.

Die Vorwürfe wegen sexuellem Missbrauch haben Kevin Spacey seine Karriere gekostet. Zusätzlich muss US-Schauspieler den Produzenten der Erfolgsserie «House of Cards» mehr als 30 Millionen Dollar (ca. 29 Millionen Franken) Schadenersatz zahlen.

Ein kalifornischer Richter wies am Donnerstag Rechtsmittel des einstigen Hollywood-Stars gegen einen entsprechenden Schiedsspruch ab. Der 63-Jährige habe eindeutig gegen vertragliche Vereinbarungen verstossen, erklärte Richter Mel Red Recana in seinem 14-seitigen Urteil.

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Die Serie «House of Cards» ging weiter mit einer Frau in der Hauptrolle. - Keystone

Im Jahr 2020 wurde der Produktionsfirma MRC 31 Millionen Dollar (30,5 Millionen Euro) von einem Staatsrichter zugesprochen. Spacey wurde nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen sexueller Übergriffe von MRC gefeuert. Daraufhin musste die sechste Staffel von «House of Cards» komplett umgeschrieben werden. Kevin Spacey hatte in der Netflix-Serie in fünf Staffeln in der Hauptrolle den skrupellosen US-Politiker Frank Underwood gespielt.

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Kevin Spacey muss über 30 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen. - Keystone

Die Produktionsfirma argumentierte in der Folge, der Schauspieler habe gegen Bestimmungen verstossen, «die Standards für sein Verhalten am Arbeitsplatz festlegen.» Darunter eine firmeneigene Richtlinie zum Schutz vor Belästigung.

Der abrupte Rauswurf des Schauspielers aus der Serie habe zudem Umstrukturierungen erforderlich gemacht. Die hätten für MRC zu «erheblichen Verlusten» geführt. So habe das Drehbuch ohne die Hauptfigur Underwood neu geschrieben. Ebenso habe die sechste und letzte Staffel auf acht Folgen verkürzt werden müssen.

Missbrauchs-Vorwürfe weist Kevin Spacey zurück

Mehrere Männer hatten dem zweifachen Oscar-Preisträger 2017 im Zuge der #MeToo-Debatte sexuelle Übergriffe vor. Die Vorwürfe hatten für Spacey schwerwiegende Folgen: Er verlor seine Hauptrolle in «House of Cards», fiel in der Branche in Ungnade und erlebte einen dramatischen Karriere-Absturz. 2019 wurde eine Anklage gegen Spacey jedoch fallengelassen.

Zuletzt erschien Spacey in London vor Gericht. Vor dem Londoner Strafgerichtshof Old Bailey wies der Schauspieler im Juli alle Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Männern zurück. Spacey werden in Grossbritannien vier Übergriffe gegen drei Männer in den Jahren 2005 bis 2013 zur Last gelegt.

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