Joe Biden verliert nach TV-Duell stark an Beliebtheit

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USA,

Mehr als 30 Bewerber wollen für die Demokraten gegen Präsident Trump in die Wahl 2020 ziehen. Bis vor kurzem lag Joe Biden noch weit vorne.

Joe Biden
Joe Biden steht vor US-amerikanischen Flaggen. Wird er seinen Wahlkampf aufgeben? (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Einer neuen Umfrage zufolge hat Joe Biden an Beliebtheit verloren.
  • Dies nach dem ersten TV-Duell der demokratischen Präsidentschaftsbewerber.
  • Ihm wird dennoch zugetraut, Donald Trump bei den Wahlen zu besiegen.

Spitzenreiter Joe Biden hat einer Umfrage zufolge stark an Beliebtheit eingebüsst. Dies nach der ersten TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber Wahl 2020.

Am Montag veröffentlichte CNN besagte Umfrage. Dabei unterstützten nur noch 22 der Anhänger der Demokraten eine Kandidatur des ehemaligen Vizepräsidenten gegen den republikanischen Präsidenten Donald Trump. Das sind 10 Punkte weniger als einen Monat zuvor und sogar 17 Punkte weniger als noch im April.

Kamala Harris an zweiter Stelle

An zweiter Stelle liegt inzwischen Senatorin Kamala Harris. 17 Prozent wünschen sich ihre Kandidatur – im Mai waren es nur 8 Prozent. Auf Harris folgen Senatorin Elizabeth Warren mit 15 Prozent (Mai: 7 Prozent) und Senator Bernie Sanders mit 14 Prozent (Mai: 18 Prozent).

Kamala Harris Joe Biden
Senatorin Kamala Harris hat Joe Biden während der TV-Debatte attackiert. - Keystone

Keiner der anderen 18 Kandidaten erreichte 5 Prozent. Gezählt wurden Antworten von 656 registrierten Wähler, die angaben, eingetragene Demokraten zu sein oder zu der Partei zu tendieren.

Unabhängig von ihrer Präferenz sagten allerdings weiterhin 43 Prozent der befragten Parteianhänger, Biden habe die beste Chance, Trump zu schlagen. Von Sanders glaubten das nur 13 Prozent, von Harris und von Warren je 12 Prozent.

20 Bewerber in TV-Duell – auch Joe Biden

Letzte Woche hatten sich 20 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in Miami ihr erstes TV-Duell geliefert. Wegen der vielen Bewerber fanden zwei Runden mit je zehn Kandidaten statt.

Den stärksten Moment der Diskussion am Donnerstag konnte die afroamerikanische Senatorin Harris für sich verbuchen. Dies als sie Joe Biden scharf für Positionen zur Integration von Schwarzen angriff. Bei der Debatte am Mittwoch hatten US-Medien Warren unter den Gewinnern gesehen.

In der CNN-Umfrage sagten 41 Prozent der Befragten, Harris habe sich bei der Debatte am besten geschlagen. An zweiter Stelle lag Warren, allerdings nur mit 13 Prozent. Lediglich 10 Prozent bescheinigten das Joe Biden.

Auf diese Frage antworteten 534 registrierte Wähler. Diese gaben an, eingetragene Demokraten zu sein oder zu der Partei zu tendieren und die die Debatten verfolgt haben.

Vorwahlen beginnen im Februar 2020

Die Vorwahlen, bei denen der Kandidat oder die Kandidatin der Demokraten gegen Trump für die eigentliche Wahl am 3. November 2020 bestimmt wird, beginnen erst im Februar im Bundesstaat Iowa.

Bei den Republikanern gibt es ausser Trump bislang nur einen weiteren Kandidaten der Partei. Dabei handelt es sich um den früheren Gouverneur des US-Bundesstaats Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden aber keine nennenswerten Chancen eingeräumt.

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