Pläne für Nachtzug durch die Schweiz geändert
Der Zugbetreiber European Sleeper hat seine Pläne für eine Nachtzugverbindung durch die Schweiz geändert. Statt bereits ab diesem Juni soll der Nachtzug erst im September fahren.

Zudem wurde die beabsichtigte Strecke geändert, wie das Bahnunternehmen mit Sitz im niederländischen Utrecht am Dienstag mitteilte. Neu soll der Nachtzug ab Brüssel via Köln und Zürich nach Mailand fahren. Ursprünglich war eine Verbindung via Bern und durch den Simplon angedacht worden. Auch die Option mit einer Anbindung an Amsterdam wurde zumindest vorübergehend fallengelassen.
Grund für die zeitliche Verschiebung sowie für die geänderte Streckenführung seien geplante Bauarbeiten in Deutschland sowie auf der Simplonstrecke, schrieb European Sleeper weiter. Auch der Bewilligungsprozess für die Fahrt durch die Schweiz habe den Start verzögert.
Damit ein ausländischer Personenzug durch die Schweiz fahren könne, müsse das dahinterstehende Unternehmen eine Kooperation mit einer inländischen Bahngesellschaft eingehen. Das sagte ein Sprecher des Bundesamts für Verkehr (BAV) im Dezember, als die Strecke via Bern verkündet wurde. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Zug in der Schweiz Halt mache oder lediglich durch das Land fahre.
Der Nachtzugbetreiber plane, mit dem Unternehmen Train Charter Services mit Niederlassung in Zürich zu arbeiten, sagte Elmer van Buuren, Co-Gründer von European Sleeper, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Zusammen würden sie sich um eine Bewilligung beim BAV bemühen. Train Charter Services unterstützt gemäss eigenen Angaben die Entwicklung von Nischenangeboten im Personenverkehr.










