Hillary Clinton wirft Trump-Regierung «Verschleierung» vor
Hillary Clinton wirft der US-Regierung vor, bei den Epstein-Akten etwas zu verschleiern. Sie und ihr Mann Bill werden Ende Monat vor dem US-Kongress aussagen.

Das Wichtigste in Kürze
- Hillary Clinton wirft der Regierung vor, bezüglich Epstein-Files etwas zu verschleiern.
- Sie und ihr Mann Bill werden Ende Monat vor dem US-Kongress aussagen.
- Auf die Aussagen von Clinton angesprochen, sagt Trump, er habe nichts zu verbergen.
Hillary Clinton hat der US-Regierung vorgeworfen, im Umgang mit den Epstein-Akten eine «Verschleierung» zu betreiben. «Veröffentlicht die Akten», sagte die frühere US-Aussenministerin gegenüber der «BBC» in Berlin, wo sie am jährlichen World Forum teilnahm.
Auf die Frage, ob auch der Ex-Royal Andrew Mountbatten-Windsor vor einem Kongressausschuss erscheinen solle, sagte Hillary Clinton: «Ich finde, jeder sollte aussagen, der dazu aufgefordert wird.»
Das Auftauchen in den Akten gilt nicht als Hinweis auf Fehlverhalten. Andrew hat jegliches Fehlverhalten stets bestritten.
Clintons fordern öffentliche Anhörung
Die Clintons, haben sich bereit erklärt, im Zuge der Aufarbeitung des Epstein-Skandals vor dem US-Kongress auszusagen. Bill Clinton wird laut der «BBC» am 27. Februar erscheinen, Hillary Clinton am Tag zuvor.
Hillary Clinton bekräftigte die Forderung des Ehepaars: Die Anhörung vor dem Kongressausschuss solle öffentlich und nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden.
«Wir werden erscheinen, aber wir finden, es wäre besser, wenn es öffentlich wäre», sagte sie der britischen Rundfunkanstalt. Und weiter: «Wir haben nichts zu verbergen. Wir haben wiederholt die vollständige Veröffentlichung dieser Akten gefordert.»
Hillary Clinton sagte, sie habe Jeffrey Epstein selber nie getroffen. Jedoch gab sie zu, Ghislaine Maxwell – Epsteins verurteilte Vertraute – «einige Male» getroffen zu haben. Bill Clinton hingegen kannte Epstein, erklärte jedoch, er habe den Kontakt vor zwei Jahrzehnten abgebrochen.
Keiner der beiden Clintons wurde von Überlebenden von Epsteins Missbrauch beschuldigt. Beide haben bestritten, zum damaligen Zeitpunkt von seinen Sexualverbrechen gewusst zu haben.
Drei Millionen Seiten wurden nicht veröffentlicht
Auf die Äusserungen von Hillary Clinton angesprochen, sagte Trump der «BBC», er habe nichts zu verbergen: «Ich bin entlastet worden. Ich hatte nichts mit Jeffrey Epstein zu tun.», sagte er an Bord der Air Force One.
Anfang dieses Monats veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen neuer Dokumente zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Damals sagte die stellvertretende Justizministerin laut der «BBC», drei Millionen Seiten seien nicht veröffentlicht worden.
Diese würden persönliche Krankenakten, detaillierter Darstellungen von Kindesmissbrauch oder anderes Material, das laufende Ermittlungen gefährden könnte enthalten, so die Begründung.





















