«Hatte Angst»: Schweizer erlebt Schiesserei vor US-Bar hautnah mit
Ein Schweizer erzählt von seinem Studium in den USA. Dabei bekommt er auch eine Schiesserei mit. Nach einer Party hört er plötzlich Schüsse.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Schweizer erlebte eine Schiesserei vor einer US-Bar hautnah mit.
- Der 25-Jährige berichtet von Angst und Chaos.
- Er blickt nachdenklich auf das Ereignis zurück.
Y.H.* (25) will in den USA eigentlich nur einen entspannten Abend verbringen – und erlebt den Schock seines Lebens.
Der Schweizer feiert in einer Sportsbar gleich neben seinem College in Columbia (US-Bundesstaat Missouri).
Doch plötzlich bricht draussen die Hölle los.
«Wir sind aus der Bar gegangen und auf einmal macht es ‹Boom›. Jemand fing an zu schiessen», berichtet er in einem Instagram-Video. H. rennt sofort zum nächsten Gebäude und sucht Schutz.
Die Stimmung ist angespannt, die Menschen reagieren panisch. Ein Mitarbeiter versucht verzweifelt, die Gäste zu beruhigen. H. denkt nur: «What the f*ck.»
Als er die Bar verlässt, fragt er den Angestellten, ob solche Szenen Alltag sind. Die Antwort ist ernüchternd: «Zu oft, jedes Wochenende.»
Schweizer: «Hatte ich definitiv Angst»
Die Schiesserei ereignet sich bereits am 2. Mai, wie H. auf Anfrage von Nau.ch sagt. «Plötzlich fielen mehrere Schüsse. Die Situation war chaotisch, viele Menschen sind in Panik davongerannt.»
Soweit er wisse, seien zwei Jugendliche verletzt worden – sie schossen sich offenbar gegenseitig an. H. selbst blieb unverletzt. «Mir ist zum Glück nichts passiert», sagt er.
«In dem Moment hatte ich definitiv Angst», erzählt der 25-Jährige. «Es ist etwas völlig anderes, so etwas hautnah mitzuerleben, wenn man es bisher nur aus den Nachrichten oder Filmen kennt.»
Der Vorfall stimmt ihn nachdenklich: «Das Ereignis in den USA hat mir erneut bewusst gemacht, wie hoch das allgemeine Sicherheitsniveau in der Schweiz ist. Und wie selten hierzulande vergleichbare Vorfälle vorkommen.»
Schweizer studierte in den USA
Weiter sagt er: «Ich bin in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Deshalb war es für mich immer selbstverständlich, dass man sich im Alltag über solche Dinge keine Gedanken machen muss. Diese Unterschiede werden einem besonders deutlich, wenn man eine Zeit lang in den USA lebt.»
*Name der Redaktion bekannt. Auf Wunsch des Protagonisten wurde dieser nachträglich anonymisiert. Das Video wurde entfernt.


















