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    Gewalttat bei Neuschwanstein - Prozess beginnt

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    USA,

    Die Tat entsetzte weltweit: Am Schloss Neuschwanstein soll ein US-Urlauber zwei Touristinnen angegriffen haben, eine Frau starb. Nun muss der Mann vor Gericht.

    Touristen auf der Marienbrücke vor dem Schloss Neuschwanstein.
    Touristen auf der Marienbrücke vor dem Schloss Neuschwanstein. - Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Deutschland beginnt der Prozess gegen einen 31-jährigen US-Amerikaner.
    • Sein brutaler Angriff auf zwei Frauen beim Schloss Neuschwanstein sorgte für Entsetzen.

    Nach dem Gewaltverbrechen an zwei US-amerikanischen Touristinnen unweit von Schloss Neuschwanstein beginnt der Prozess gegen einen Landsmann der beiden Opfer. Der 31-Jährige muss sich wegen Mordes und Vergewaltigung mit Todesfolge sowie versuchten Mordes vor dem Landgericht Kempten verantworten.

    Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die beiden Frauen am 14. Juni 2023 bei einer Wanderung in der Nähe der Marienbrücke in Schwangau aus sexuellen Gründen brutal überfallen zu haben. Die Brücke ist ein beliebter Treffpunkt von Urlaubern, weil man von dort einen besonders guten Blick auf das Märchenschloss des Bayern-Königs Ludwig II. hat.

    Neuschwanstein
    Der mutmassliche Täter bei seiner Verhaftung durch die deutsche Polizei. - keystone

    Nach dem Angriff war eine 21-Jährige gestorben, ihre ein Jahr ältere Begleiterin wurde erheblich verletzt. Der US-Amerikaner soll die jüngere Frau stranguliert und vergewaltigt haben, zudem soll er beide Opfer einen etwa 50 Meter tiefen Abhang hinuntergestossen haben. Die Verteidigung des Angeklagten erklärte, dass sie im Vorfeld des Prozesses keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben wolle.

    Über das Verbrechen wurde in aller Welt berichtet

    Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Urlauber, die während der Tat auf oder in der Nähe der Brücke waren, hatten die Bergung der beiden Frauen mit einem Hubschrauber aus der Schlucht und die Festnahme des Verdächtigen beobachtet. Videoaufnahmen davon wurden vielfach in den sozialen Netzwerken verbreitet.

    Mit normalerweise etwa eineinhalb Millionen Gästen pro Jahr zählt Neuschwanstein zu den bekanntesten und meistbesuchten Touristenmagneten in der Bundesrepublik. Infolge der Corona-Pandemie waren zuletzt die Besucherzahlen zurückgegangen.

    Mutmasslicher Täter und Opfer kannten sich zuvor nicht

    Nach den Ermittlungen sollen die zwei Frauen und der Mann aus den USA als Urlauber zufällig aufeinandergetroffen sein, zuvor kannten sie sich nicht. Laut Anklage hatte der Beschuldigte die Frauen dann auf einen abgelegenen Pfad gelockt. Dort soll er die 21-Jährige zu Boden geworfen und gewürgt haben. Als deren Freundin eingegriffen habe, habe der Mann die damals 22 Jahre alte Frau in die Schlucht gestossen. Sie erlitt durch den Sturz zahlreiche Verletzungen.

    Danach soll der Angeklagte die 21-Jährige weiter gewürgt und vergewaltigt haben. Zwei Zeugen sollen den Mann dann während der Tat überrascht haben, sodass dieser von der Frau abliess. Danach soll der Mann auch das jüngere Opfer den fast 50 Meter tiefen Abhang hinabgeworfen haben. Die 21-Jährige starb wenige Stunden später im Krankenhaus.

    Das Gericht hat für den Prozess zunächst sechs Verhandlungstage geplant. Das Urteil könnte es demnach Mitte März verkündet werden.

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