Erstmals erhebt die Generalstaatsanwaltschaft konkrete Vorwürfe gegenüber dem Firmenimperium von Ex-US-Präsident Donald Trump.
The Trump Organization
The Trump Organization wird von der Generalstaatsanwalt mit konkreten Vorwürfen belastet. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump habe mit seinen Firmen immer wieder betrogen und Fakten verdreht.
  • Dadurch habe sich das Firmenimperium mehrere wirtschaftliche Vorteile erschafft.
  • Dies sind die konkreten Vorwürfe der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft gegenüber Trump

Das Firmenimperium von Ex-US-Präsident Donald Trump hat nach Ansicht der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James wiederholt betrügerische Geschäftspraktiken angewendet.

Ziel dieser Praktiken sei es gewesen, sich eine «Vielzahl von wirtschaftlichen Vorteilen» zu verschaffen, etwa Darlehen, Versicherungsschutz oder Steuerabzüge. Das schrieb die Demokratin am späten Dienstag (Ortszeit) in einer Mitteilung. Es sei das erste Mal, dass die Generalstaatsanwaltschaft so konkrete Vorwürfe gegen Trumps Unternehmen erhob, berichtete die «New York Times».

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Trump-Nachwuchs Donald Jr., Ivanka und Eric (v.l.) - AFP/Archiv

Darüber hinaus bat James das Gericht, die Vorladungen von Trump sowie von zwei seiner Kinder - Ivanka und Donald Jr.- zu erzwingen, damit diese in den laufenden zivilrechtlichen Ermittlungen gegen die Trump Organization unter Eid aussagen.

«Bislang haben wir im Rahmen unserer Ermittlungen erhebliche Beweise aufgedeckt, die darauf hindeuten, dass Donald J. Trump und die Trump Organization mehrere Vermögenswerte falsch und in betrügerischer Absicht bewertet haben. Diese Werte haben sie dann gegenüber Finanzinstituten zum wirtschaftlichen Vorteil falsch dargestellt.» Das teilte James weiter mit.

Trump Organization versucht Ermittlungen auszubremsen

Es sei eine Reaktion auf den Versuch des Ex-Präsidenten, zu verhindern, ihn und zwei seiner Kinder unter Eid zu befragen. Seit mehr als zwei Jahren habe die Trump Organization versucht, die Ermittlungen unter anderem mit Verzögerungstaktiken auszubremsen.

Das teilte die Generalstaatsanwältin weiter mit. Im Dezember etwa war Trump gerichtlich gegen James vorgegangen. Trump hat die Ermittlungen immer wieder als «Hexenjagd» bezeichnet.

Donald Trump
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump feiert das Ende des Abtreibungsrecht in den USA. - dpa

Bei den Ermittlungen geht es um den Verdacht, dass Trumps Firma falsche Angaben zum Wert ihrer Immobilien gemacht hat. «Donald Trump, Donald Trump Jr. und Ivanka Trump waren alle eng in die fraglichen Transaktionen involviert.

Daher werden wir ihre Versuche, sich der Aussage in dieser Untersuchung zu entziehen, nicht tolerieren», teilte James über Twitter mit. «Niemand in diesem Land kann sich aussuchen, ob und wie das Gesetz auf ihn zutrifft.»

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