Die US-Justiz hat Anklage gegen drei iranische Hacker erhoben, die unter anderem ein Frauenhaus und einen Energieversorger in den USA erpresst haben sollen.
Hacker, die mit dem Iran in Verbindung stehen sollen, müssen sich vor Gericht verantworten. (Symbolbild)
Hacker, die mit dem Iran in Verbindung stehen sollen, müssen sich vor Gericht verantworten. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/STR
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wie das Justizministerium in Washington am Mittwoch mitteilte, setzten die drei Männer Ransomware ein.

Mit solchen Schadprogrammen wird der Zugriff auf Daten gesperrt oder eingeschränkt, bis das Opfer ein Lösegeld zahlt.

Betroffen waren demnach hunderte Menschen in den USA, aber auch in Grossbritannien, Australien, Russland und im Iran. In den USA steckten die iranischen Hacker laut den Angaben hinter zahlreichen Cyberattacken zwischen Oktober 2020 und August 2022.

Betroffen waren demnach Behörden, ein Frauenhaus, ein Kinderspital in Boston, Wirtschaftsprüfungsfirmen und ein Stromversorger. Die Opfer wurden von den Hackern zufällig ausgewählt, weil ihre Computersysteme nicht gut geschützt waren.

Die Hacker hätten das Geld grösstenteils für sich selbst und nicht für die iranische Regierung erpresst, so das Justizministerium. Das für Sanktionen zuständige US-Finanzministerium erklärte dagegen, die drei Männer seien Teil einer Hackergruppe, die mit den mächtigen iranischen Revolutionsgarden verbunden sei.

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