Donald Trump verstrickt sich weiter in Widersprüche

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    «Schwindel», «Schande», «Wahlbeeinflussung»: So spricht Donald Trump über die Entwicklungen infolge seine Handhabe geheimer Regierungsdokumente.

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    US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, zum 1. August eine weitere Runde zollbezogener Schreiben an andere Länder zu versenden. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach der Veröffentlichung einer Tonaufnahme wollte sich Trump im TV rechtfertigen.
    • Bei einem Interview mit Fox News verstrickte sich der Ex-Präsident aber in Widersprüche.

    Der frühere US-Präsident Donald Trump hat nach der Veröffentlichung einer Tonaufnahme in der Affäre um geheime Regierungsunterlagen versucht, Vorwürfe gegen ihn zu entkräften. «Ich weiss nur, dass ich nichts falsch gemacht habe», sagte Trump gestern (Ortszeit) dem Sender Fox News. Es handle sich um einen weiteren «Schwindel», eine «Schande» und «Wahlbeeinflussung». Die Tonaufnahme, die den Republikaner weiter in Erklärungsnot bringt, hatten US-Medien am Montag veröffentlicht.

    Trump war Mitte Juni auf Bundesebene angeklagt worden, weil er Regierungsdokumente mit höchster Geheimhaltungsstufe in seinem Anwesen Mar-a-Lago aufbewahrt und nach Aufforderung nicht zurückgegeben hatte. Auf der nun veröffentlichten Aufnahme aus dem Jahr 2021 spricht Trump über Papiere, die er offenbar Gesprächspartnern zeigt. Konkret scheint es um ein geheimes Pentagon-Dokument zum Iran zu gehen. «Es ist streng vertraulich, geheim», sagt der Ex-Präsident.

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    Trump verstrickt sich nun immer weiter in Widersprüche. Auf der Aufnahme sagt er: «Als Präsident hätte ich sie freigeben können, jetzt kann ich es nicht.» Damit meint er offenbar die Unterlagen, die er seinen Gesprächspartnern zeigt. Der Republikaner hatte zuvor immer wieder behauptet, die Verschlusssachen seien nach der Mitnahme nach Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida gar nicht mehr als geheim eingestuft gewesen. Eine genaue Erklärung dafür, was für ein Dokument er damals eigentlich herumgezeigt hat, bleibt der 77-Jährige nun aber schuldig. Stattdessen sagte er Fox News: «Ich hatte einen ganzen Schreibtisch voll mit vielen Papieren, hauptsächlich Zeitungsartikeln.»

    Die Existenz der Aufnahme war grundsätzlich schon bekannt – ihre Abschrift ist zentraler Bestandteil der Anklageschrift gegen Trump. Neu ist, dass sie nun für jeden nachzuhören ist. Vor zwei Wochen musste Trump persönlich vor einem Bundesgericht in Miami erscheinen. Er bekannte sich «nicht schuldig». Es war das erste Mal, dass ein früherer US-Präsident vor einem Bundesgericht erscheinen musste, um sich einer Anklage zu stellen.

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