Aus religiösen Gründen will sich die TV-Journalistin Linda Simmons nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Nun setzt sie ihr Arbeitgeber vor die Tür.
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Linda Simmons wollte sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Jetzt ist sie den Job los. - Facebook/Linda Simmons

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim US-amerikanischen Lokalsender KY3 gilt für alle Mitarbeiter eine Impfpflicht.
  • Linda Simmons widersetzte sich dieser und steht nun ohne Job da.
  • Simmons kann die Entscheidung nicht nachvollziehen, lässt sich aber nicht entmutigen.

Ihr Streben nach Freiheit kostet Linda Simmons den Job. Die US-amerikanische TV-Reporterin wurde vergangene Woche gefeuert, nachdem sie sich geweigert hatte, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die Impfverweigerung sei für sie ein «grosser Schritt» gewesen. Nach 14 Jahren beim Lokalsender KY3 in Springfield (Missouri) nahm sie damit die Kündigung in Kauf.

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Eine Person wird gegen das Coronavirus geimpft. - dpa

Auf Facebook erklärt sie: «Ich schätze die Freiheit, die wir alle haben, um unsere Entscheidungen zu treffen.» Sie will nicht, dass ihr Arbeitgeber in persönliche Gesundheitsentscheidungen eingreife, stellt sie klar.

Coronavirus: Impfverweigerung geschehe in «Gottes Namen»

Zuvor reichte sie bei der TV-Station eine Ausnahme aus religiösen Gründen zur Bewilligung ein. Ihre Impfverweigerung sei «Gottes Wille», glaubt sie nämlich. Doch Simmons’ Arbeitgeber wollte davon nichts wissen.

Simmons kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Sie habe ein «mulmiges Gefühl» darüber, dass ihre Ausnahme abgeschmettert wurde.

Was halten Sie von einer Impfpflicht am Arbeitsplatz?

Laut der Lokalzeitung «The Kansas City Star» ist Linda Simmons eine von drei Gekündigten des Fernsehsenders.

In einer Mitteilung an die Angestellten erklärte dieser die Impfpflicht am Arbeitsplatz so: «Die schnelle Ausbreitung des Coronavirus stellt ein ungerechtfertigtes Risiko für Mitarbeiter und deren Familienangehörige dar, die nicht geimpft werden können.»

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