Coronavirus

    Corona: Bei UN-Versammlung stehen Mikrofon-«Kondome» im Einsatz

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    USA,

    Gemäss dem Konzept gegen Corona wird nach jedem Redner der UN-Versammlung das Podium gereinigt. Zudem wird das Mikrofon-«Kondom» ausgetauscht.

    UN Corona
    Auch Guy Parmelin sprach vor der UN-Versammlung in das vom Kondom geschützte Mikrofon. - Keystone, Twitter /@pwidakuswara

    Das Wichtigste in Kürze

    • In New York treffen sich die Mächtigen der Welt zur UN-Vollversammlung.
    • Doch nicht alle sind geimpft, die Angst vor einem Superspreader-Event ist gross.
    • Deshalb kommen auch Mikrofon-«Kondome» zum Einsatz.

    Aktuell sind die Anführer unzähliger Länder in New York an der Vollversammlung der UN. Die Sicherheitsvorkehrungen sind immens. In Zeiten von Corona kommen aber nicht nur bewaffnete Bodyguards, gepanzerte Limousinen und Absperrungen zum Einsatz. Auch Mikrofon-«Kondome» werden benutzt.

    Nach jedem Redner wird das Podium gereinigt und der Kopf des Mikrofons ausgewechselt. So sieht es das Corona-Konzept der UN vor. Das ausgewechselte Teil sieht aber weniger wie ein Mikrofon-Kopf aus, sondern mehr wie ein Säckchen, das übergestülpt wird.

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    Nach jedem Redner wird das Podium von einer Angestellten der UN gereinigt. - Keystone

    Eine US-Journalistin bezeichnet diese auf Twitter als «Kondom für das Mikrofon» – ein sehr treffender Name.

    Dass in Zeiten von Corona etwas über die Mikrofone gestülpt wird, ist nichts Neues: In den Sessionen des Schweizer National- und Ständerates wird das schon lange gemacht. Doch die Schweizer Variante – ein durchsichtiges Säckchen ohne Gummizug – sieht doch um einiges weniger Kondom-ähnlich aus.

    Schweiz
    Die Nationalrätin Sibel Arslan vor dem Mikrofon mit dem Säckchen zum Schutz vor Corona. - Keystone

    Obwohl sich in New York aktuell die Mächtigen der Weltpolitik treffen, gibt es doch noch einige Ungeimpfte unter ihnen. So sagte Brasiliens Jair Bolsonaro: «Wenn der letzte Brasilianer geimpft ist, werde ich mich entscheiden, ob ich mich impfen lasse oder nicht.»

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