Haiti wurde am 14. August von einem Erdbeben heimgesucht. Ärzte ohne Grenzen unterstützt die Betroffenen mit diversen Gütern.
Erdbeben Haiti Einsatz
Essensausgabe an Betroffene in Haiti - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Ärzte ohne Grenzen schickt Hilfe für 30'000 Menschen nach Haiti in die Krisenregion.
  • Einige Bereiche seien nur noch mit dem Helikopter zugänglich.

Nach dem schweren Erdbeben in Haiti mit über 2200 Toten fliegt Ärzte ohne Grenzen Hilfsgüter in das bitterarme Land. Die ersten 100 Tonnen Material seien auf dem Weg in die Krisenregion, erklärte die Organisation am Montag in Berlin. Ein Frachtflugzeug sei mit medizinischem Material, Zelten und Ausrüstung für eine Wasser- und Sanitärversorgung für 30'000 Menschen unterwegs. Lastwagen mit Trinkwasser seien vor Ort bereits im Einsatz.

Manche Regionen wie die Stadt Jérémie waren für die Helfer und Helferinnen den Angaben zufolge nur noch per Hubschrauber erreichbar. Schwerverletzte würden nun in die Hauptstadt Port-au-Prince ausgeflogen. Jedoch würden nach wie vor nicht alle betroffenen Gebiete erreicht, da der Zugang schwierig sei.

600'000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen

Insgesamt seien etwa tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen vor Ort im Einsatz. Laut haitianischem Zivilschutz sind in der Erdbebenregion etwa 600'000 Menschen dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Das Erdbeben hatte den Südwesten Haitis am 14. August erschüttert, mehr als 130'000 Häuser wurden dabei zerstört.

Erdbeben Haiti
Haiti wurde von einem schweren Erdbeben heimgesucht.
Erdbeben Haiti
Der Zivilschutz meldet inzwischen fast 1300 Tote.
Erdbeben Haiti
Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.
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Haitis Interims-Premierminister Ariel Henry bezeichnete die Situation auf Twitter als «dramatisch».
Erdbeben Haiti
Das Beben hat sich offiziellen Angaben zufolge rund 12 Kilometer von der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud und etwa 125 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince in einer Tiefe von rund zehn Kilometern ereignet.
Erdbeben Haiti
Die «Gazette Haiti» berichtete, viele Häuser seien zerstört worden, wie auch auf Fotos und Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war.

Am Sonntag erhöhte sich die Zahl der Toten dem Zivilschutz zufolge auf mehr als 2200. Mehr als 12'000 Menschen seien verletzt, fast 350 würden noch vermisst. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist inzwischen aber äusserst gering.

Haiti wird regelmässig von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Im Jahr 2010 hatte es in dem Land ein schweres Erdbeben gegeben, bei dem mehr als 200'000 Menschen starben.

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