Heizkosten lassen sich durch einfachste Massnahmen sparen: etwa, indem Sie die Heizkörper entlüften beim ersten Aufdrehen. So geht's ohne Druckverlust.
Heizung entlüften Vierkantschlüssel Ventil
So entlüftet man den Heizkessel: Mit einem Vierkantschlüssel das Ventil an der Seite des Heizkörpers öffnen und so lange offen lassen, bis die Luft entwichen ist und nur noch Wasser nachkommt. - Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Das Wichtigste in Kürze

  • Um hohen Heizkosten vorzubeugen, sollte man beachten, dass keine Luft im Heizkörper ist.
  • Mit einem Vierkantschlüssel öffnen Sie dafür das Ventil an der Seite des Heizkörpers.
  • Gegebenenfalls muss danach wieder abgeflossenes Wasser aufgefüllt werden.

Befindet sich Luft im Heizungssystem, merken Sie das. Es wird nicht richtig warm, es gluckert vielleicht sogar in den Leitungen. Die Heizkosten steigen dadurch.

Deshalb sollten Sie Ihre Heizung zum Beginn der Heizperiode entlüften.

Entlüftung praktisch: Bei den meisten Anlagen geht das so

1. Man sollte, falls möglich, vor dem Entlüften die Umwälzpumpe der Heizung ausschalten. Ausserdem sollte man an der Heizungsanlage beziehungsweise an der Therme schon mal überprüfen, ob der Wasserdruck im System ausreichend hoch ist.

2. Sie drehen das Thermostatventil am Heizkörper komplett auf und lassen ihn warm werden.

Sind die Heizkörper über mehrere Etagen verteilt, empfiehlt sich, zuerst die unteren Heizkörper zu entlüften und dann die obersten.

3. Sie öffnen nun mit einem Vierkantschlüssel das Ventil an der Seite des Heizkörpers ein wenig und lassen es so lange offen, bis die Luft entwichen ist und nur noch Wasser nachkommt.

Das Ventil aber nicht ganz herausdrehen. Das Wasser fängt man mit einer Schüssel auf.

4. Das Ventil wieder fest verschliessen, den Thermostat herunterdrehen. Umwälzpumpe wieder einschalten.

5. Kam viel Wasser heraus, bevor man das Ventil schnell wieder verschliessen konnte, muss das Heizungswasser an der Anlage wieder aufgefüllt werden.

Sonst reicht der Betriebsdruck nicht aus, um alle Heizkörper mit heissem Wasser zu versorgen.

Erkennbar ist ein Druckabfall am Manometer an der Anlage im Keller, meist durch eine rote oder grüne Anzeige.

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Er gluckert und ist nicht richtig warm: der Heizkörper? Dann sollte man auf Entlüftung setzen. - Pexels

In der Bedienungsanleitung findet man Infos dazu, wo genau das Wasser nachgefüllt wird, ob es Leitungswasser oder anderes sein muss und wie viel Bar Druck erforderlich sind.

Es empfiehlt sich, den Wasserdruck an der Heizungsanlage schon vor dem ersten Entlüften zu überprüfen, und gegebenenfalls direkt vor dem Entlüften Wasser nachzufüllen.

6. Es kann sein, dass nach dem Entlüften und anschliessenden Auffüllen von Wasser erneut entlüftet werden muss, da Luft in das System gelangt ist.

Der Extra-Tipp für Mieter

Mieter haben vielleicht keinen Zugang zur Heizungsanlage im Keller und müssen ihre Verwaltung und Hausmeister einbinden. Man kann aber recht gut erkennen, ob man entlüften sollte:

Es befindet sich Luft in den Leitungen, wenn der Heizkörper trotz voll aufgedrehten Thermostatventils vor allem im oberen Bereich nicht richtig warm wird, die Heizkörper in ihrem Zuhause werden unterschiedlich warm. Oder man hört das Wasser darin gluckern.

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